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Betrug mit gebrauchten Büchern: Haft- und Bewährungsstrafen in Nürnberg
Wegen vorgetäuschten Kaufinteresses an gebrauchten Büchern sind mehrere Mitglieder eine Betrügerbande in Bayern zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Außerdem wurde die Einziehung von Wertersatz bei vier der sechs Angeklagten zwischen 11.000 und 20.000 Euro angeordnet, wie eine Sprecherin des Landgerichts Nürnberg am Donnerstag mitteilte.
Laut Staatsanwaltschaft hatten die Angeklagten, bei denen es sich um fünf Männer und eine Frau handelt, vorwiegend ältere Menschen im gesamten Bundesgebiet bei Haustürgeschäften angeworben. Sie gaben vor, Bücherreihen, Lexika und sogenannte Faksimile, also Nachdrucke historischer Bücher, an interessierte Käufer zu vermitteln.
Die mindestens 43 Geschädigten wurden dazu gebracht, Vergütungen im vier- bis fünfstelligen Bereich für die angebliche Dienstleistung zu bezahlen. Tatsächlich hatte die Gruppe laut Anklage zu keinem Zeitpunkt vor, die Bücherverkäufe tatsächlich zu vermitteln.
Stattdessen verdienten die Mitglieder aus Sicht der Staatsanwaltschaft ihren Lebensunterhalt mit dem betrügerischen Geschäftsmodell. Sie sollen einen Schaden von mehr als 300.000 Euro verursacht haben.
Drei der Angeklagten wurden vom Landgericht Nürnberg zu Freiheitsstrafen von jeweils drei Jahren und sechs beziehungsweise neun Monaten verurteilt. Die übrigen bekamen Bewährungsstrafen zwischen eineinhalb und zwei Jahren.
Die Staatsanwaltschaft hatte für die Angeklagten Freiheitsstrafen zwischen drei und siebeneinhalb Jahren beantragt. Die Verteidigung forderte jeweils geringere Freiheits- oder Bewährungsstrafen.
A.Moore--AT