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Mehr als fünf Jahre Haft für Feuerwehrmann wegen Brandstiftungen in Bayern
Das Landgericht im bayerischen Aschaffenburg hat einen Feuerwehrmann wegen mehrerer vollendeter und versuchter Brandstiftungen zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er für elf vollendete und zwei versuchte Fälle, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Die zuständige Kammer sah es demnach als erwiesen an, dass der 47-Jährige seit 2018 für zahlreiche Brände verantwortlich war.
Für die Taten in Lützelbach und Umgebung entwickelte er eine Konstruktion aus Batterien und brennbaren Flüssigkeiten, durch die sich der Ausbruch des Feuers um zwölf bis 24 Stunden nach Brandlegung verzögerte. Dadurch entstanden die Brände zu Zeitpunkten, zu denen er sich nicht am Tatort befand.
Bei der Planung ging er minutiös vor. Zu den Brandorten gehörten neben Rasenflächen auch Brennholzstapel und Hütten. Dem Urteil zufolge ging es dem Mann darum, aus den Brandstiftungen ein Überlegenheitsgefühl zu ziehen.
Mit dem Urteil blieb die Kammer unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die auf sechs Jahre plädiert hatte. Die Verteidigung forderte in ihrem Plädoyer fünf Jahre Haft. Angeklagt waren insgesamt 25 Fälle.
B.Torres--AT