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Großeinsatz der Polizei in Dresden - Mann verschanzt sich in Einkaufszentrum
In einem Einkaufszentrum in der Dresdner Innenstadt ist wegen einer mutmaßlichen Geiselnahme ein Großeinsatz der Polizei angelaufen. Ein Tatverdächtiger halte sich in der Altmarktgalerie auf, teilten die Beamten am Samstag mit. Die Polizei stehe mit dem Mann in telefonischem Kontakt, eine Verhandlungsgruppe und ein Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamtes seien zur Unterstützung herangezogen worden. Zudem würden Verbindungen zu weiteren Vorfällen in der Stadt geprüft.
Am Morgen war im Stadtteil Prohlis eine Frau tot aufgefunden worden. Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte, wird eine Verbindung zu der Geiselnahme in der Innenstadt geprüft.
Außerdem befasse sich die Polizei mit einem Vorfall in der Nähe des Hauptbahnhofs - dort sei am Vormittag ein Mann mit einer Schusswaffe in ein Gebäude eingedrungen und habe Anwesende bedroht. Verletzte gab es demnach nicht. Dem Polizeisprecher zufolge könnte es sich bei allen drei Vorfällen um den selben Täter handeln, gesichert sei dies bisher aber nicht.
Das Einkaufszentrum Altmarktgalerie und angrenzende Bereiche wurden evakuiert. Die Polizei bat Anwohner und Besucher, der Innenstadt fernzubleiben.
Wegen des Großeinsatzes blieb der Striezelmarkt, einer der bekanntesten Weihnachtsmärkte Deutschlands, zunächst geschlossen. Laut Polizei kam es außerdem zu Verkehrseinschränkungen, betroffen war auch der öffentliche Nahverkehr. Das Bündnis "Genug ist Genug", dass sich für mehr Unterstützung für Arme einsetzt, sagte eine für den Nachmittag geplante Demonstration in der Dresdner Innenstadt ab.
A.Taylor--AT