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Viereinhalb Jahre Haft wegen Suche von Auftragskiller im Darknet
Das Berliner Landgericht hat einen 28-Jährigen zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt, der im sogenannten Darknet einen Auftragskiller engagieren wollte - für einen Mord aus Eifersucht. Die Richter sprachen Nico F. am Donnerstag der versuchten Anstiftung zum heimtückischen Mord schuldig, wie eine Gerichtssprecherin sagte.
Den Auftrag soll F. demnach am 7. März im Darknet eingestellt haben. Als Motiv nimmt die Staatsanwaltschaft Eifersucht an: Denn getötet werden sollte der Lebensgefährte eines Mannes, in den der Angeklagte - unerwidert - verliebt gewesen sei.
Als "Mörderlohn" habe der Angeklagte Bitcoins im Wert von rund 22.000 Euro angeboten, was er über einen Kredit finanziert haben soll. Der Sprecherin zufolge tat der 28-Jährige alles dafür, dass der Auftrag ausgeführt wird. So stellte er sogar die Adresse und ein Foto des geplanten Opfers ein. Das Projekt war aber von vornherein zum Scheitern verurteilt: Laut Anklage erfuhr F. am 4. April, dass es sich bei der Darknetseite nur um eine Betrugsseite handelte, um an Bitcoins zu kommen.
Die Strafkammer blieb mit ihrem Urteil knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, welche sechs Jahre Haft beantragt hatte. Der Sprecherin zufolge berücksichtigte die Kammer, dass F. im Prozess geständig und reuig war. Die Verteidigung von F. plädierte hingegen auf eine zwei- bis dreijährige Freiheitsstrafe.
M.King--AT