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Wirtschaft
In der Türkei sind am Mittwoch hunderte wütende Beamte für höhere Löhne auf die Straße gegangen. Rund 800 Beamte des Gewerkschaftsbunds Kesk, in dem Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst zusammengeschlossen sind, beteiligten sich in der Hauptstadt Ankara an einem Marsch zum Arbeitsministerium. Einige hielten Banner und Plakate hoch, auf denen sie eine sofortige Lohnerhöhung forderten. Die Menschen in der Türkei leiden seit Jahren unter steigenden Preisen und einer Inflation im zweistelligen Bereich.
Wirtschaft
Vor der Beratung des Bundestags über Gesetzesänderungen zur Jagd auf Wölfe hat Bauernpräsident Joachim Rukwied das Vorhaben als "zwingend erforderlich" bezeichnet. Es gebe "eine ständig ansteigende Zahl von Nutztierrissen", sagte Rukwied am Mittwoch. "Das ist Qual durch und durch. Das ist Tierleid." Naturschützer kritisierten die Vorschläge, die den Abschuss der Tiere erleichtern sollen. Die Regierung setze auf "Angstrhetorik und Symbolpolitik", erklärte der Deutsche Tierschutzbund.
Boulevard
Angesichts der von den USA angekündigten Strafzölle gegen Handelspartner des Iran will die Bundesregierung die deutschen Handelsbeziehungen zu der islamischen Republik überprüfen. Geprüft werde, "welche Form von Gütern dabei betroffen" seien, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch in Berlin. "Gleichzeitig findet diese Prüfung auch statt unter der Frage, inwieweit wir selbst durch wachsende Sanktionsmaßnahmen den Druck erhöhen können."
Boulevard
Das Landgericht Erfurt hat eine Mutter wegen der Tötung ihres neugeborenen Babys zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Schuldig gesprochen wurde sie wegen Totschlag, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch in der thüringischen Landeshauptstadt mitteilte. Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass die heute 38-Jährige ihr Kind im Oktober 2023 in einer mit Wasser gefüllten Badewanne zur Welt brachte.
Boulevard
Das Landgericht Erfurt hat einen 37-Jährigen wegen einer tödlich verlaufenen Auseinandersetzung zu einer Geldstrafe von 8000 Euro verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen Körperverletzung, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mitteilte. Angeklagt war der Mann ursprünglich wegen Totschlags. Von diesem Vorwurf sprach das Gericht ihn jedoch frei.
Boulevard
Trotz anhaltender Sorgen über die Lage der Menschenrechte in Syrien will die Bundesregierung ihre Beziehungen zur dortigen Regierung vertiefen. Die Bundesregierung sei "offen für eine Vertiefung und einen Neustart mit der neuen syrischen Regierung", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch in Berlin. Noch nicht bestätigen wollte er Berichte, wonach Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa kommende Woche zu einem Besuch nach Berlin kommt.
Wirtschaft
Die politischen Spannungen mit China rund um den Halbleiterproduzenten Nexperia hatten sich weitgehend gelegt, doch nun beschäftigen die Probleme des Tochterunternehmens des chinesischen Wingtech-Konzerns die niederländische Justiz. Ein Gericht in Amsterdam prüft seit Mittwoch die Einleitung von Ermittlungen. Nexperia ist ein wichtiger Großlieferant von einfachen Halbleitern, die etwa in elektronischen Steuergeräten von Fahrzeugelektroniksystemen zum Einsatz kommen - und gehört seit 2018 zu Wingtech.
Boulevard
Nach Vorwürfen der sexuellen Gewalt von zwei früheren weiblichen Angestellten hat der spanische Sänger Julio Iglesias Unterstützung von Weggefährten erhalten. Der mit Iglesias befreundete Chef der konsevativen spanischen Volkspartei (PP), Alberto Núñez Feijóo, sagte am Mittwoch dem Sender Telecinco, er sei "sehr, sehr, sehr überrascht" über die Anschuldigungen.
Boulevard
Mit einer Großrazzia in fünf Bundesländern sind die Behörden am Mittwoch gegen Schwarzarbeit in Nagelstudios vorgegangen. Mehr als 1000 Einsatzkräfte durchsuchten 49 Wohn- und Geschäftsräume, wie die mit dem Fall befassten Ermittlungsbehörden, darunter die Bundespolizei in Sankt Augustin und die Staatsanwaltschaft in Düssesdorf, mitteilten. Der Großeinsatz in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen dauerte zunächst an.
Politik
Mit einem neu berufenen Migrationsbotschafter will die Bundesregierung die Rückführung abgelehnter Asylbewerber beschleunigen. Der Diplomat Ludwig Jung werde vom Auswärtigen Amt ins Bundesinnenministerium wechseln und dort am 19. Januar den neuen Posten antreten, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums am Mittwoch in Berlin mit. Jung solle sich "insbesondere um das Vorantreiben innovativer Lösungen" zur Rückführung in Drittstaaten außerhalb der EU kümmern.
Boulevard
Der britische Sänger Sting und seine früheren Bandkollegen streiten sich vor Gericht um Tantiemen für Songs ihrer früheren Band The Police. Vor dem Londoner High Court wird seit Mittwoch über eine Klage von Gitarrist Andy Summers und Schlagzeuger Stewart Copeland gegen Sting verhandelt. Sie fordern eine Zahlung von zwei Millionen Dollar (1,72 Millionen Euro), dabei geht es um Einnahmen aus der Verwertung von Police-Songs in Streaming-Diensten.
Politik
Die Bedrohungslage für Christen hat einem aktuellen Bericht zufolge weltweit zugenommen. Im vergangenen Jahr waren mehr als 388 Millionen Christinnen und Christen "aufgrund ihres Glaubens mit starker Verfolgung und Diskriminierung konfrontiert", hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht der Organisation Open Doors. Dies seien acht Millionen Menschen mehr als im Vorjahr und ein "neuer Höchstwert", sagte David Haemerlin, Open Doors-Chef für Frankreich und Belgien, bei der Vorstellung des Berichts vor Journalisten in Paris.
Wissenswertes
Eine Robbe ist am Mittwoch bei einem ungewöhnlichen Verkehrsunfall bei Schiffdorf im niedersächsischen Binnenland von einem Auto erfasst und getötet worden. Warum sich das Tier morgens in dem Bereich auf einer Landstraße befand, war nach Angaben der Polizei in Cuxhaven unklar. Die fragliche Straße liegt nicht direkt an der Küste, sondern mehrere Kilometer abseits der Wesermündung im Hinterland. Dazwischen liegt außerdem noch die Großstadt Bremerhaven.
Politik
Kurz vor einem Krisentreffen zu Grönland im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump seine Pläne für eine Übernahme der Arktis-Insel bekräftigt. Für den Aufbau des US-Raketenabwehrschirms "Golden Dome" sei es von entscheidender Bedeutung, dass die USA die Kontrolle über Grönland übernehmen, erklärte Trump am Mittwoch. Dänemark kündigte derweil einen Ausbau seiner Militärpräsenz auf Grönland und verstärke Nato-Aktivitäten zum Schutz der Arktis-Insel an.
Boulevard
Der Freistaat Bayern hat sich im Fall des mehr als dreizehn Jahre unschuldig im Gefängnis sitzenden Justizopfers Manfred Genditzki mit dem Betroffenen auf eine Millionenentschädigung geeinigt. Genditzki erhalte unter Berücksichtigung von bereits geleisteten Zahlungen 1,31 Millionen Euro, teilte das bayerische Justizministerium am Mittwoch mit. Dies sei das Ergebnis eines Vergleichs, der mit dem früheren Hausmeister geschlossen wurde.
Politik
Das Bundesland Rheinland-Pfalz hat angesichts des brutalen Vorgehens der iranischen Sicherheitskräfte gegen Protestierende am Mittwoch einen weitgehenden Abschiebestopp für Menschen aus dem Land in Kraft gesetzt. Er gelte ab sofort für zunächst drei Monate, teilte das Integrationsministerium des Landes in Mainz mit. Ausgenommen seien Straftäter, Gefährder sowie Staatsangehörige, bei denen ein "Ausweisungsinteresse" vorliege.
Technik
In einer Schneehöhle in der Antarktis ist eine Art Klima-Archiv der Erde in Betrieb gegangen. Zwei Eisbohrkerne aus den europäischen Alpen wurden am Mittwoch dort eingelagert. Aus derartigen Proben soll in den kommenden Jahren ein Archiv von unschätzbarem Wert entstehen, denn in Eisbohrkernen sind Informationen über die Entwicklung des Klimas in den vergangenen Jahrtausenden enthalten.
Politik
Tausende Menschen haben sich am Mittwoch in Teheran zu einer Trauerfeier für bei den jüngsten Protesten getötete Sicherheitskräfte versammelt. Das iranische Staatsfernsehen übertrug Bilder von der Zeremonie, bei der auch Fahnen der Islamischen Republik geschwenkt und Bilder des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, gezeigt wurden. Die Kundgebung fand demnach für mehr als 100 getötete Sicherheitskräfte sowie andere getötete "Märtyrer" statt. Zum Auftakt wurden vor der Universität von Teheran Gebete für die Getöteten vorgetragen.
Sport
Basketballstar Franz Wagner steht vor seinem Comeback beim NBA-Heimspiel in Berlin. "Mir geht es sehr gut, ich habe ein gutes Training gehabt. Ich plane, morgen zu spielen", sagte der Welt-und Europameister bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Mit Orlando Magic trifft der 24-Jährige am Donnerstag (20.00 Uhr/Prime Video) in seiner Heimatstadt auf die Memphis Grizzlies.
Kultur
Im Pariser Louvre-Museum gelten seit Mittwoch erhöhte Eintrittspreise von 32 Euro für nicht-europäische Ausländer. Die neue Preispolitik sei "unfair", meinte der südkoreanische Besucher Joohwan Tak. "Wir sind doch alle Menschen", fügte er hinzu. Die französische Regierung will die Mehreinnahmen in die überfällige Renovierung des Louvre stecken, der unter anderem durch einen spektakulären Einbruch im Oktober in die Schlagzeilen geraten war.
Boulevard
Mit angeblich hochwertigen Büchern haben Betrüger ein Ehepaar aus Brandenburg um mehr als hunderttausend Euro gebracht. Über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren verkauften die Unbekannten dem Paar aus Rheinsberg immer wieder Sammelbücher über Buchklubs, wie die Polizei am Mittwoch in Neuruppin mitteilte. Deren Wert sollte angeblich mit der Zeit steigen.
Boulevard
Betrüger haben von einer 61-Jährigen aus München Gold und Schmuck im Wert von mindestens hunderttausend Euro erbeutet. Die Frau fiel auf die Masche des Schockanrufs herein, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Demnach rief ein Unbekannter am Dienstag bei der Frau an und gab sich als Arzt aus.
Boulevard
Die ukrainische Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko steht wegen des Vorwurfs des Stimmenkaufs unter Korruptionsverdacht. Ermittler des Antikorruptionsbüros (Nabu) hätten die ganze Nacht lang das Büro ihrer Partei Batkiwschtschina (auf Deutsch: Vaterland) in Kiew durchsucht, teilte Timoschenko am Mittwoch im Onlinenetzwerk Facebook mit. Den Korruptionsverdacht wegen angeblichen Stimmenkaufs von Abgeordneten wies die frühere Regierungschefin "kategorisch" als "absurd" zurück. Die Razzia bezeichnete sie als "PR-Gag" und "politisch motivierten Angriff".
Politik
Die EU-Kommission hat ihren Entwurf für ein beim EU-Gipfel im Dezember beschlossenes Darlehen an die Ukraine über 90 Milliarden Euro vorgestellt. Die Kommission schlage vor, ein Drittel der Summe für Haushaltshilfe und zwei Drittel für Militärhilfe vorzusehen, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel. Demnach sollen die Verteidigungsausgaben vorzugsweise in europäische Länder fließen.
Politik
Die japanische Regierungschefin Sanae Takaichi will bereits in der kommenden Woche das Parlament auflösen und so den Weg für Neuwahlen ebnen. Er sei von Takaichi informiert worden, dass sie "das Unterhaus zu Beginn der ordentlichen Parlamentssitzung auflösen wird", erklärte am Mittwoch der Ko-Vorsitzende des Koalitionspartners JIP, Hirofumi Yoshimura, vor Journalisten und bestätigte damit Medienberichte. Yoshimuras Angaben zufolge will die Regierungschefin ihre Entscheidung am nächsten Montag bei einer Pressekonferenz erläutern.
Wirtschaft
Der hochverschuldete US-Luxuseinzelhändler Saks Global ist in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht. Die Muttergesellschaft der Kaufhauskette Saks Fifth Avenue und der Marken Neiman Marcus und Bergdorf Goodman beantragte bei einem Gericht im Bundesstaat Texas Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Diese geordnete Form der Insolvenz schützt Unternehmen sehr weitgehend vor ihren Gläubigern.
Boulevard
Rund ein Jahr nach dem Tod eines sächsischen Polizisten im brandenburgischen Lauchhammer hat am Landgericht Cottbus der Mordprozess gegen den Tatverdächtigen begonnen. Am Mittwoch wurde zunächst die Anklage gegen den zur Tatzeit 37-Jährigen verlesen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.
Wirtschaft
Bauernpräsident Joachim Rukwied hat der europäischen Politik beim Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Versagen vorgeworfen. Der Agrarteil sei "nicht ausgewogen" und werde sich "zum Nachteil der deutschen und europäischen Landwirtschaft" auswirken sowie "zusätzlichen Wettbewerbsdruck auslösen", sagte Rukwied am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Vorfeld der Grünen Woche in Berlin. "Hier hat die Politik versagt aus europäischer Sicht. Sie hat schlecht verhandelt."
Wissenswertes
Die Deutschen sind einer Umfrage zufolge im Schnitt Teil von fünf Gruppenchats in Messengern. Regelmäßig genutzt werden davon aber nur drei, wie der Branchenverband Bitkom am Mittwoch in Berlin mitteilte. Insgesamt sind 63 Prozent der Befragten Teil von Gruppenchats. Jüngere zwischen 16 und 29 Jahren nutzen sie mit 72 Prozent am meisten.
Sport
Klassischer Fall von: Zu früh gefreut. Der österreichische Tennisprofi Sebastian Ofner bejubelte bereits den Einzug in die nächste Runde der Qualifikation bei den Australian Open - und musste dann doch seinem Gegner gratulieren. Im "Super Tiebreak" des dritten Satzes gegen den US-Amerikaner Nishesh Basavareddy streckte Ofner beim Stand von 7:1 die Arme in die Luft und machte sich auf zum Netz, um sich Glückwünsche seines Gegners abzuholen, ehe der Schiedsrichter ihn daran erinnerte, dass er zehn Punkte zum Sieg braucht.
Politik
Zwei Demonstranten sind am Dienstagabend auf das Gelände der iranischen Botschaft in Berlin gelangt und haben eine Flagge des Landes heruntergerissen. Wie ein Polizeisprecher in der Hauptstadt am Mittwoch mitteilte, versuchten sie außerdem vergeblich, zwei historische Flaggen des iranischen Staats zu hissen.
Wirtschaft
Die finanziell angeschlagenen gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland sehen ein milliardenschweres Einsparpotenzial bei den Ausgaben für Arzneimittel. Im internationalen Vergleich seien deutsche Medikamentenpreise zu hoch, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Bereits bei den 30 umsatzstärksten Medikamenten ließen sich durch Angleichungen an das internationale Preisniveau jährlich rund 4,37 Milliarden Euro an Arzneimittelausgaben für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einsparen.