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Gasversorgung: Bundesregierung lockert Speichervorgaben
Die Bundesregierung hat die Speichervorgaben für Gas in Deutschland gelockert. Wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte, soll der Füllstand für viele Gasspeicher zum 1. November eines Jahres in Zukunft 80 Prozent statt wie bisher 90 Prozent betragen. Die Situation habe sich stabilisiert, erklärte das Ministerium und verwies auf die Flüssiggas-Terminals an Nord- und Ostsee und auf gestiegene Erdgasimporte aus Norwegen.
Zuletzt hatten auch die aktuell hohen Gaspreise die Befüllung der nach dem Winter stark entleerten Speicher gefährdet: Normalerweise befüllen die Betreiber im Sommer ihre Gasspeicher mit günstigem Gas, um es im Winter dann gewinnbringend weiterzuverkaufen. Anfang des Jahres lagen die Preise jedoch höher als im Winter, weswegen es kaum Anreiz für Betreiber gab, ihre Speicher zu befüllen.
"Mit der Anpassung der Füllstandvorgaben haben nun alle Marktteilnehmer Klarheit über die Anforderungen für den nächsten Winter und können sich frühzeitig darauf einstellen", erklärte nun das Bundeswirtschaftsministerium. Die Anpassung erfolgte per Verordnung. Gleichzeitig laufen auch auf EU-Ebene Verhandlungen über flexiblere Vorgaben.
W.Morales--AT