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Thriller in Tokio: Neugebauer kann auf Gold hoffen
Zehnkämpfer Leo Neugebauer (Stuttgart) geht nach einem herausragenden Speerwurf bei der Leichtathletik-WM in Tokio im Rennen um Gold als Führender in die abschließenden 1500 m. Der 25-Jährige warf mit 64,34 m persönliche Bestleistung und hat nun 15 Punkte Vorsprung auf Kyle Garland (USA). Der Olympia-Zweite und Garland gelten als etwa gleich gute Läufer. Neugebauer muss aber auch noch Ayden Owens-Delerme fürchten, der Puerto Ricaner hat über 100 Zähler Rückstand, ist aber über die 1500 m deutlich stärker einzuschätzen.
Nach dem Aus von Top-Favorit Sander Skotheim bahnt sich damit ein immens spannendes Rennen um die Medaillen an. Niklas Kaul (Mainz) setzte mit einem starken Speerwurf auf 78,19 m zwar seine Aufholjagd fort und liegt nun auf Rang vier, kann im Rennen um die Podestplätze aber unter normalen Umständen wohl nicht mehr eingreifen.
Skotheim erlebte in Tokio ein Drama. Der Norweger, der mit seinen 8909 Punkten als Nummer eins der Welt nach Japan gereist war, stolperte zum Start in den zweiten Wettkampftag über die Hürden, stieß daraufhin ein Hindernis mit den Händen um - und wurde deshalb disqualifiziert. Schon bei Olympia in Paris lag er auf Goldkurs und blieb dann im Stabhochsprung ohne gültigen Versuch.
Olympiasieger Markus Rooth (Norwegen) fehlt in Tokio ebenso verletzt wie Damian Warner, der Kanadier hatte 2021 Olympia-Gold geholt. Auch Weltrekordler Kevin Mayer (Frankreich) war nicht am Start.
Till Steinforth (Halle/Saale) musste seinen Zehnkampf nach drei Disziplinen verletzungsbedingt beenden.
H.Gonzales--AT