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Im schwülen Berlin: Sawe verpasst Marathon-Weltrekord
Der Kenianer Sabastian Sawe ist in einem schwülwarmen Berlin-Marathon am Weltrekord vorbeigelaufen. Der 29-Jährige siegte beim Traditionsrennen in der Hauptstadt in der Jahresweltbestzeit von 2:02:15 Stunden und blieb 1:40 Minuten über der zwei Jahre alten Weltbestmarke seines früh verstorbenen Landsmanns Kelvin Kiptum. Auch den Streckenrekord von Eliud Kipchoge (2:01:09) verfehlte Sawe.
Bei drückenden 24 Grad lag Sawe, der 2025 bereits den London-Marathon mit der bis Sonntag besten Zeit des Jahres (2:02:27) gewonnen hatte, in seinem erst dritten Marathon zur Rennmitte auf Weltrekordkurs. Kiptum hatte allerdings bei seinem Rekordlauf den zweiten Halbmarathon außergewöhnlich schnell bestritten, daran kam Sawe auch angesichts der fordernden Bedingungen nicht heran.
Zweiter unter mehr als 55.000 Teilnehmenden wurde der Japaner Akira Akasaki (2:06:15) vor dem Äthiopier Chimdessa Debele (2:06,57). Bester Deutscher war Hendrik Pfeiffer (Düsseldorf) als starker Achter (2:09:14).
Die schnellsten deutschen Marathonläufer fehlten in Berlin. Amanal Petros war eine Woche zuvor in Tokio überraschend Vizeweltmeister geworden, Ex-Europameister Richard Ringer dort auf Platz 13 gelandet. Samuel Fitwi, der im Dezember 2024 Petros' deutschen Rekord vom Berlin-Marathon 2023 um drei Sekunden auf 2:04:55 Minuten gesteigert hatte, lief Ende August in Sydney und wird im Dezember in Valencia seine Bestmarke angreifen.
Auch wenn der Weltrekord Kiptums (2:00:35/2023) wie auch die Frauen-Bestmarke von dessen Landsfrau Ruth Chepngetich (2:09,56/2024) aus Chicago stammen: Berlin hat den Ruf als schnellste Marathon-Strecke der Welt. Entsprechend hatte sich Sawe, der Superstar Kipchoge als seinen Mentor bezeichnet, die Bestmarke vorgenommen und selbst mit dem ersten regulären Marathon unter zwei Stunden geliebäugelt: "Kein Mensch hat Grenzen, alles ist möglich", sagte er in Berlin.
W.Stewart--AT