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Dank Kane: Tuchel atmet auf - Bayern wahren Titelchance
Harry Kane sei Dank! Bayern München hat seine letzte kleine Titelchance gewahrt und die Halbwertszeit von Trainer Thomas Tuchel noch einmal verlängert. Der deutsche Fußball-Rekordmeister um Doppelpacker Kane bezwang Lazio Rom im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League verdient 3:0 (1:0) und zog damit zum fünften Mal in Serie in die Runde der letzten Acht ein.
Superstar Kane (38.) und Ur-Bayer Thomas Müller (45.+2) machten die Hinspiel-Niederlage (0:1) schon vor der Pause wett. Kane (66.) sorgte mit seinem 33. Treffer im 33. Saison-Pflichtspiel schließlich dafür, dass das Horror-Szenario der ersten titellosen Münchner Spielzeit seit 2012 vorerst abgewendet wurde.
Kapitän Manuel Neuer stellte mit seiner 57. "weißen Weste" in der Königsklasse außerdem den Rekord der spanischen Legende Iker Casillas ein, für seine Bayern war der Sieg im Wortsinn Gold wert: Von der UEFA gab es eine Prämie von weiteren 10,6 Millionen Euro, insgesamt haben die Bayern schon über 100 Millionen sicher.
Der zum Saisonende scheidende Tuchel sitzt somit zunächst wieder etwas sicherer auf der Bank und darf gespannt auf die Viertelfinal-Auslosung am 15. März (12.00 Uhr) in Nyon blicken. Dort ist sein Ex-Klub Paris ein möglicher Gegner. Die Hinspiele steigen am 9./10. April, die Rückspiele am 16./17. April.
Tuchel erhielt vor dem Anpfiff eine Jobgarantie - Stand jetzt. "Im Moment gibt es keine andere Meinung", sagte der neue Sportvorstand Max Eberl bei Prime Video auf die Frage, ob Tuchel selbst im Falle eines Ausscheidens bleiben dürfe.
Der Coach selbst war bemüht, den Fokus auf das wichtige Spiel zu lenken und warnte: Lazio werde seiner Elf die Tür "nie ganz" öffnen. Allerdings versteckte sich der Gast nicht, der Ex-Herthaner Matteo Guendouzi (5.) gab den ersten Torschuss der Partie ab.
Doch die Bayern drückten Lazio immer wieder tief in die eigene Hälfte und erspielten sich früh gute Chancen. Leroy Sane (6.), der nach überstandenen Leistenproblemen für Mathys Tel ins Team gerückt war, der quirlige Jamal Musiala (14.) und Kane (17.) scheiterten.
Danach gelang es den Römern ein ums andere Mal, die Münchner nach außen zu drängen, wo deren Angriffs-Elan oft verpuffte. Gefahr im Strafraum entstand so für längere Zeit nicht mehr - und das wurde beinahe bestraft, als der frühere Dortmunder Ciro Immobile (37.) völlig frei zum Abschluss kam. Der Kopfball des Hinspiel-Torschützen flog knapp vorbei.
Als die Bayern dann doch mal den Weg durch die Mitte fanden, lag der Ball kurz darauf im Tor: Lazio-Torwart Ivan Provedel machte bei Kanes unplatziertem Kopfball nach Müllers Ablage und einem verunglückten Schuss von Raphael Guerreiro keine gute Figur.
Musiala (40.) verpasste das 2:0 knapp, das dann Müller gelang. Nach einer Ecke und der Volleyabnahme von Matthijs de Ligt, der Min-Jae Kim ersetzte, hielt er den Kopf hin und erzielte sein 54. Tor im 149. Champions-League-Spiel.
In der zweiten Halbzeit waren die Münchner vor allem auf Kontrolle bedacht und scheuten das letzte Risiko. Weil Lazio bald offener agieren musste, ergaben sich dennoch Möglichkeiten. Nach der Auswechslung des am rechten Knie verletzten Immobile nutzte Kane eine davon auf Sanes Zuspiel zur Entscheidung. Der auffällige Müller (71.) traf noch den Pfosten, ehe er begleitet von lautem Applaus ausgewechselt wurde.
W.Morales--AT