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Schlittenwettbewerbe 2026: Bach ohne Kontakt zu Scholz
Deutschland hat als möglicher Austragungsort der olympischen Schlittenwettbewerbe 2026 nach wie vor nur geringe Chancen. IOC-Präsident Thomas Bach verwies in einem Interview mit der Welt am Sonntag erneut auf die Einreisesituation in seinem Heimatland und erklärte, dass es derzeit keinen Kontakt mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu dieser Thematik gebe.
"Das italienische Organisationskomitee wird uns einen Vorschlag zur Bestätigung unterbreiten und weiß, dass wir nur einem Austragungsort zustimmen, der die Einhaltung der Olympischen Charta und die Regeln des internationalen Sports garantiert. Dazu gehört, dass jeder vom IOC-akkreditierte Olympiateilnehmer ins Veranstalterland einreisen darf", sagte Bach. In Deutschland wird dies Russen und Belarussen als Reaktion auf den Angriffskrieg auf die Ukraine verwehrt.
Mit Scholz habe er über diese Thematik "voriges Jahr beim G20-Gipfel in Indonesien angesprochen. Lassen Sie es mich so formulieren: Seitdem ist der Gesprächsfaden leider gerissen", sagte Bach. Als Affront empfinde er dies nicht. "Nein, das muss er für sich entscheiden", entgegnete der 69-Jährige auf eine entsprechende Frage.
Der Austragungsort der Schlittenwettbewerbe bei den Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo ist weiterhin unklar. Italien hatte Plänen für einen benötigten Neubau im vergangenen Oktober zunächst eine Absage erteilt und damit die Diskussion über mögliche Ersatzausrichter angeheizt. Zuletzt hatte Italiens stellvertretender Ministerpräsident Matteo Salvini aber wieder die Möglichkeit eines Neubaus unterstrichen.
Es wäre das erste Mal in der 102-jährigen Geschichte Olympischer Winterspiele, dass Wettkämpfe außerhalb des Gastgeberlandes stattfinden. Als Favorit auf eine Ausrichtung gilt Innsbruck-Igls in Österreich, auch der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) hatte grundsätzlich seine Bereitschaft mitgeteilt, als Gastgeber einzuspringen.
A.Moore--AT