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Britische Premierministerin Truss verteidigt umstrittene Steuersenkungen
Die britische Premierministerin Liz Truss hat ihre umstrittenen Steuersenkungen verteidigt, durch die wegen der Unruhe an den Finanzmärkten letztlich ein Eingriff der Zentralbank in den Anleihemarkt nötig wurde. "Rasches Handeln" sei nötig gewesen, um Wirtschaftswachstum sicherzustellen und die Inflation zu bekämpfen, sagte Truss am Donnerstag der BBC. Das bedeute auch, "kontroverse und schwierige Entscheidungen" zu treffen, aber darauf sei sie als Premierministerin vorbereitet.
Mit Steuersenkungen bis hin zum Einfrieren von Energiepreisen will die britische Regierung das Wirtschaftswachstum ankurbeln und die hohe Inflation dämpfen. Es gehe darum, den Menschen im kommenden Winter zu helfen, sagte Truss. Die geplanten Maßnahmen dürften allerdings die Staatsverschuldung in die Höhe treiben. Die Finanzierung blieb bis zuletzt im Detail unklar.
Das wiederum hatte das Pfund belastet und den Zinssatz für britische Staatsanleihen in die Höhe getrieben, woraufhin die Bank of England am Mittwoch mit dem Kauf von Staatsanleihen mit langer Laufzeit reagierte. Das sei nötig, um wieder "geordnete Marktbedingungen" auf dem Anleihemarkt herzustellen und letztlich die Finanzstabilität des Landes zu gewährleisten, argumentierte die Zentralbank. Der Kauf ist befristet bis Mitte Oktober.
M.King--AT