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Vor 250-Jahr-Feiern: USA ächzen unter Hitzewelle
Kurz vor den Feiern zum 250-jährigen Bestehen der Vereinigten Staaten hat eine Hitzewelle Teile der USA erfasst. In der Landesmitte und in Ostküsten-Metropolen wie New York und Philadelphia wurden ab Donnerstag Temperaturen von über 100 Grad Fahrenheit (38 Grad Celsius) erwartet. Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes (NWS) dürfte die gefühlte Temperatur durch die hohe Luftfeuchtigkeit bis zu 46 Grad Celsius erreichen.
Die "ungewöhnlich starke Hitze" mit nahezu keiner nächtlichen Abkühlung betreffe alle Menschen besonders stark, die keine Klimaanlagen hätten und nicht ausreichend trinken könnten, warnte der Wetterdienst. Nach US-Zensusangaben haben zwar neun von zehn Haushalten eine Klimaanlage, in vielen ärmeren Gemeinden ist dies aber nicht der Fall. In Städten wie New York und Chicago könnten die energiehungrigen Klimaanlagen zudem das Stromnetz überlasten.
New York hat Hunderte öffentliche Gebäude als Kühlzentren ausgewiesen, die Öffnungszeiten der öffentlichen Schwimmbäder verlängert und Freiwillige entsandt, um gefährdete Bewohner zu besuchen. Zudem wurden öffentliche Kühlstationen mit Sprühventilatoren eingerichtet.
Am Donnerstag waren viele New Yorker bereits am frühen Morgen mit ihren Hunden unterwegs. Die Studentin Kaneesha Kumar sagte, sie gehe diesmal mit ihrem Hund Chance nur kurz aus dem Haus. "Danach stelle ich die Klimaanlage an und sorge dafür, dass er Wasser hat", sagte die 22-Jährige.
Die USA feiern am Samstag den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeitserklärung von Großbritannien. Präsident Donald Trump hat zu diesem Anlass eine Rede in Washington angekündigt. Am Vorabend will Trump eine Ansprache am Nationaldenkmal Mount Rushmore im Bundesstaat South Dakota halten.
Die Hitzewelle betrifft auch Fußballfans: Die USA sind zusammen mit Mexiko und Kanada Gastgeber der Weltmeisterschaft. Im kanadischen Toronto sagten die Behörden wegen der Hitze eine Public-Viewing-Veranstaltung ab.
Die USA verzeichneten in diesem Jahr bereits mehrere Hitzewellen. Die erste erfasste Mitte März ungewöhnlich früh südliche Bundesstaaten wie Kalifornien, Nevada und Arizona und betraf rund 40 Millionen Menschen. Wissenschaftler bringen die ungewöhnlich hohen Temperaturen in Zusammenhang mit dem menschengemachten Klimawandel. Trump bezeichnet die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel hingegen als den "größten Betrug aller Zeiten".
H.Thompson--AT