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Lula und Bolsonaro beginnen Wahlkampf in Brasilien an hochsymbolischen Orten
Etwa eineinhalb Monate vor der Präsidentschaftswahl in Brasilien hat der Wahlkampf der beiden Favoriten Luiz Inácio Lula da Silva und Jair Bolsonaro begonnen. Beide wählten für ihre Auftaktveranstaltungen am Dienstag höchst symbolische Orte. Der rechtsradikale Amtsinhaber Jair Bolsonaro trat in der Stadt Juiz de Fora im Bundesstaat Minas Gerais auf. Dort hatte ihn bei seinem Wahlkampf vor vier Jahren ein Attentäter mit einem Messer angegriffen und fast getötet.
Der in den Umfragen führende linke Ex-Präsident Lula wollte ein Volkswagen-Werk in São Bernardo do Campo im Bundesstaat São Paulo besuchen. Dort hatte der 76-Jährige einst seine politische Karriere als Gewerkschaftsführer begonnen.
Vor der Wahl im Oktober gelten für beide Kandidaten strenge Sicherheitsvorkehrungen. Lula und Bolsonaro tragen kugelsichere Westen, das Bad in der Menschenmenge wird streng kontrolliert. Es handele sich um die "polarisierendste Präsidentschaftswahl seit der Rückkehr zur Demokratie" in Brasilien in den späten 1980er Jahren, sagte der Politikexperte Adriano Laureno.
M.White--AT