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Vier Kämpfer von pro-iranischem Bündnis im Irak getötet
Bei einem Luftangriff im Irak sind vier Kämpfer des pro-iranischen paramilitärischen Bündnisses Hasched- al-Schaabi getötet worden. Acht weitere Menschen seien bei dem Angriff auf den Stützpunkt der Kämpfer in der Provinz Dijala verletzt worden, sagte ein irakischer Sicherheitsvertreter am Sonntag. Hasched-al-Schaabi, dessen Kämpfer formal in die irakischen Streitkräfte eingegliedert sind, sprach von einer "zionistisch-amerikanischen Bombardierung".
Derweil wurde der Norden des Irak, wo US-Soldaten stationiert sind, im Zuge des eskalierten Iran-Konflikts erneut Ziel von Raketen- und Drohnenangriffen. US-Luftabwehrsysteme fingen am Sonntag über der Stadt Erbil mindestens zwei Drohnen ab, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. In der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion waren zudem Explosionen zu hören und Rauch stieg auf. Am US-Konsulat ertönten Sirenen.
Die iranische Armee hatte am Sonntag Angriffe auf US-Stützpunkte in den Ländern am Persischen Golf und in der Kurdenregion im Irak verkündet. Außerdem erklärten pro-iranische Milizen im Irak, sie hätten dutzende Drohnen gegen "Stützpunkte des Feindes im Irak und in der Region" eingesetzt. Details wurden allerdings nicht genannt.
In der irakischen Hauptstadt Bagdad kam es am Sonntag nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ayatollah Ali Chamenei durch US-israelische Angriffe zu heftigen Protesten. Hunderte pro-iranische Demonstranten versuchten dabei in die Grüne Zone einzudringen. In dem streng bewachten Regierungsviertel in der irakischen Hauptstadt liegt auch die US-Botschaft.
Sicherheitskräfte riegelten die Grüne Zone ab. Die Protestierenden warfen Steine auf die Sicherheitskräfte, diese reagierten mit Tränengas.
"Wir fordern den Abzug der amerikanischen Besatzungstruppen aus dem Irak", sagte ein maskierter Mann der Nachrichtenagentur AFP. Einige der Protestierenden schwenkten Flaggen pro-iranischer bewaffneter Gruppen. Im Süden des Irak gab es irakischen Medien zufolge ebenfalls pro-iranische Proteste.
Der Iran übt - wie auch die USA - erheblichen Einfluss auf die Politik im Irak aus. Zudem unterstützte die Regierung in Teheran bewaffnete Gruppen in dem Nachbarland.
Nach Chameneis Tod rief der Irak eine dreitägige Staatstrauer aus. Chamenei sei "bei einem eklatanten Akt der Aggression" getötet worden, erklärte Regierungssprecher Bassem al-Awadi. "In großer Trauer sprechen wir den edlen Menschen des Iran und gesamten muslimischen Welt unser Beileid aus."
Auch der einflussreiche irakische Schiitenführer Moktada Sadr rief eine dreitägige Trauer aus. Der Koordinationsrahmen, ein Bündnis schiitischer Parteien, erklärte, "mit großem Bedauern und tiefer Trauer beklagen wir den Tod des Märtyrerführers Ayatollah Ali Chamenei". Sein "Blut wird für alle Generationen ein Leitstern bleiben" und "der Fluch wird die mörderischen Zionisten für alle Zeit verfolgen".
Der oberste irakische Schiitenführer Ayatollah Ali Sistani rief die Iraner zur Einheit auf. "Vom großartigen iranischen Volk wird erwartet, seine Einheit zu bewahren, standhaft zu bleiben und die finsteren Ziele des Aggressors abzuwehren", erklärte er.
W.Stewart--AT