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"Uns geht es gut": Maduro meldet sich laut Sohn aus US-Gefängnis zu Wort
Der bei einem US-Militäreinsatz entmachtete und in den USA inhaftierte venezolanische Staatschef Nicolás Maduro hat sich nach Angaben seiner Familie aus dem Gefängnis zu Wort gemeldet. "Uns geht es gut. Wir sind Kämpfer", zitierte Nicolás Maduro Guerra seinen Vater in einem Video, das am Samstag (Ortszeit) von Venezuelas Regierungspartei PSUV veröffentlicht wurde. "Seid nicht traurig", sagte Maduro demnach seinen Anwälten im Gefängnis in New York.
Maduro und seine Frau Cilia Flores waren vor gut einer Woche bei einem US-Militäreinsatz in Caracas gefangen genommen und in die USA gebracht worden. Dem langjährigen linksnationalistischen Präsidenten soll dort wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.
Anhänger Maduros forderten am Samstag die Freilassung des gestürzten Präsidenten. Allerdings versammelten sich bei den Protesten im Westen der Hauptstadt Caracas nur rund 1000 Menschen, ein paar hundert Protestteilnehmer kamen zudem im nahegelegenen Petare zusammen - weitaus weniger als bei früheren von Maduro-Unterstützern organisierten Demonstrationen.
Hochrangige Regierungsvertreter traten bei den Demonstrationen dagegen nicht auf. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez nahm stattdessen an einer Landwirtschaftsmesse teil, wo sie in einer Fernsehansprache zusicherte, sie werde "keine Minute ruhen, bis wir unseren Präsidenten wiederhaben". Auch Innenminister Diosdado Cabello und Verteidigungsminister Vladimir Padrino López fehlten bei den Protesten.
Venezuelas Außenminister Yván Gil hatte am Samstag unter Bezugnahme auf die USA mitgeteilt, die Regierung in Caracas habe einen Prozess eingeleitet, "um die diplomatischen Beziehungen der beiden Länder wieder herzustellen".
Das US-Außenministerium forderte unterdessen seine Bürger in Venezuela auf, das Land "unverzüglich" zu verlassen. Es verwies dabei am Samstag auf die Gefahr durch bewaffnete Milizen, die an Straßensperren Fahrzeuge nach US-Bürgern durchsuchten. "Die Sicherheitslage in Venezuela bleibt weiterhin unbeständig", erklärte das Ministerium in einer Sicherheitswarnung.
P.Hernandez--AT