-
EU-Parlament votiert mit AfD-Stimmen für Abschiebezentren
-
Trump-Unterhändler Witkoff sieht "starke Anzeichen" für Einigung mit Iran
-
Bundestag macht Weg frei für leichtere "Überkreuz"-Nierenspenden
-
Neue Frau hat kein Visum: Vater muss Unterhaltsvorschuss trotzdem zurückzahlen
-
Eiskunstlauf-WM: Malinin auf Goldkurs, Gartung im Kür-Finale
-
Zwei Festnahmen bei europaweiten Durchsuchungen gegen Wirtschaftskriminalität
-
Kallas wirft Moskau Unterstützung des Iran bei Angriffen auf US-Ziele vor
-
FDP-Landeschef Höne kandidiert für Bundesvorsitz – Strack-Zimmermann zieht zurück
-
Nato-Partner der USA steigern Verteidigungsausgaben um knapp 20 Prozent
-
Geldstrafe wegen Tätigkeit für verbotene Reichsbürgervereinigung in Brandenburg
-
Trump erhält "Amerika zuerst"-Preis von eigener Partei
-
Lange Haftstrafen in Prozess um Drogenhandel mit 40 Tonnen Kokain in Köln
-
Bundesländer vereinbaren Mechanismus für Preissteigerungen des Deutschlandtickets
-
Festnahme in Berlin in Zusammenhang mit Signa-Pleite
-
Iran-Krieg: Wadephul fordert "abgestimmte Politik" mit den USA
-
Tod von Jugendlichem bei Zahnbehandlung: Bewährungsstrafe für Narkosearzt in Hamburg
-
Iran lässt Öltanker aus Malaysia durch Straße von Hormus
-
Finanztip kritisiert Kostenproblem bei neuer privater Altersvorsorge
-
Zwei Pferde verenden bei Unfall mit Kutsche in Potsdam
-
IOC kehrt ab Olympia 2028 zu Geschlechtstests zurück
-
Warnung von Wohnungsbauwirtschaft und Verbänden: Zu wenig Neubau
-
Chemieagenda: Bundesregierung will Unternehmen bei Energiepreisen entlasten
-
Venezuelas entmachteter Präsident Maduro soll in New York vor Gericht erscheinen
-
Stellwerksignale an Bahnstrecke in Sachsen manipuliert - Landeskriminalamt ermittelt
-
"Ruinöse Importschwemme": Thyssenkrupp fährt Spezialstahlproduktion weiter zurück
-
Sechs Festnahmen bei Durchsuchungen gegen Ausbeutung und Schleusungen in Hessen
-
Französischer Ex-Bischof wegen Vergewaltigung zu Schadensersatz verurteilt
-
GKV-Finanzen: Kassen fordern "entschlossenes politisches Handeln"
-
Musiala trainiert individuell beim FC Bayern
-
Veruntreutes Vermögen von Filmstar Ursula Andress: Beschlagnahmung in Italien
-
Jugendschutz: Brüssel sieht Mängel bei Porno-Seiten und geht gegen Snapchat vor
-
Klingbeil-Rede bringt Bewegung in Reformdebatten von Union und SPD
-
EU-Parlament ebnet Weg für Abschiebezentren in Drittländern
-
Entlassung von Polizeianwärtern wegen Zweifeln an Verfassungstreue rechtens
-
Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge mit 94 Jahren gestorben
-
WTO-Chefin sieht schlimmste Störungen des globalen Handelssysstems seit 80 Jahren
-
Finnlands Staatschef Stubb: Ukraine-Verhandlungen womöglich vor dem Aus
-
Dobrindt: Einigung mit Drittstaaten zu Abschiebezentren bis Ende 2026 angestrebt
-
Beben bei Audi: Hülkenberg erfuhr es von seiner Mutter
-
Kanada ruft G7 zu gemeinsamer Anstrengung für Deeskalation im Iran-Krieg auf
-
Verbände fordern Rücknahme von Zulassungsstopp für Integrationskurse
-
Urteil: Keine Herausgabe von Stasi-Unterlagen zu Angela Merkel an Sachbuchautor
-
Mehr Transparenz an den Zapfsäulen: Bundestag stimmt für neue Spritpreisregeln
-
Trump: "Die USA brauchen nichts von der Nato" - Drohungen gegen Iran verstärkt
-
Ökonomen senken Wachstumsprognosen für Deutschland und die EU
-
Biber fluten Wald: Bundesverwaltungsgericht stärkt Rechte von Eigentümern
-
EU-Kommission stellt mangelnden Jugendschutz bei Porno-Anbietern fest
-
EU-Kommission geht wegen Mängeln beim Jugendschutz gegen Snapchat vor
-
Stiftung Warentest: Nicht alle Abnehmspritzen halten Versprechen ein
-
Verteidigungsausgaben: Sieben Nato-Staaten bei mehr als drei Prozent des BIP
Anschlag in Sydney: Neue Ermittlungsergebnisse zu "akribischen" Vorbereitungen der Täter
Acht Tage nach dem antisemitischen Anschlag vom Bondi Beach im australischen Sydney mit 15 Toten haben die Ermittler neue Erkenntnisse über "akribische" Vorbereitungen der mutmaßlichen Attentäter bekannt gegeben. Wie aus am Montag veröffentlichen Gerichtsunterlagen hervorgeht, kundschafteten die beiden Tatverdächtigen die Örtlichkeiten wenige Tage vor dem Angriff aus und setzten bei dem Anschlag auch Sprengsätze ein. Der australische Bundesstaat New South Wales, wo Sydney liegt, kündigte unterdessen verschärfte Waffengesetze an.
Den Ermittlungsergebnissen zufolge warfen die mutmaßlichen Attentäter Sajid und Naveed Akram während des Angriffs am 14. Dezember Sprengsätze in die Menschenmenge am Bondi Beach. Diese waren jedoch nicht explodiert. Die beiden Männer bereiteten sich demnach "akribisch" und "viele Monate lang" auf den Angriff vor. Sie hielten "Schusswaffen-Trainings" in ländlichem Gebiet ab, vermutlich in New South Wales.
Auf Bildern waren die beiden beim Abfeuern von Schrotflinten zu sehen. Dabei bewegten sie sich Behörden zufolge auf eine "taktische" Weise. Wenige Tage vor dem Attentat unternahmen die beiden Männer demnach eine nächtliche Erkundungstour an den berühmten Strand.
Nach Erkenntnissen der Polizei nahmen die Tatverdächtigen zudem vor dem Anschlag ein Video auf, in dem sie gegen "Zionisten" wetterten. Auf dem Mobiltelefon eines der beiden sei eine Aufnahme gefunden worden, auf der sie vor einer Fahne der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) stehend einen Auszug aus dem Koran zitieren und Angaben zu "ihren Motiven" machten.
Die beiden mutmaßlichen Angreifer sind Vater und Sohn. Der 50-jährige Sajid Akram wurde nach dem Attentat auf eine Chanukka-Feier von der Polizei erschossen, der 24-jährige Naveed überlebte schwer verletzt. Am Montag wurde er nach Polizeiangaben aus dem Krankenhaus in ein Gefängnis überstellt. Gegen ihn wird wegen Terrorismus und 15-fachen Mordes ermittelt.
Das Parlament des Bundesstaats New South Wales kam unterdessen zusammen, um die "strengste Waffengesetzreform des Landes" einzuführen, erklärte der Regierungschef des Bundesstaats, Chris Minns. Dabei soll die Zahl der maximal pro Person zugelassenen Schusswaffen auf vier begrenzt werden. Ausgenommen seien Personengruppen wie etwa Landwirte, die bis zu zehn Waffen besitzen dürfen. Offiziellen Angaben zufolge sind derzeit in New South Wales mehr als 1,1 Millionen Schusswaffen zugelassen.
Das neue Gesetz würde zudem "terroristischen Symbole" verbieten, darunter die IS-Flagge. Nach einem Terroranschlag könnten die Behörden außerdem im Rahmen des Gesetzes für bis zu drei Monate Demonstrationen verbieten.
"Wir können nicht so tun, als sei die Welt nach dem Terroranschlag am Sonntag noch dieselbe wie zuvor", sagte Minns vor Journalisten. Nun müssten Maßnahmen ergriffen werden, "damit so etwas nie wieder passiert".
Am Bondi Beach kehrte unterdessen allmählich wieder Normalität ein. An einer Gedenkstätte für die Opfer des Anschlags verbrachten einige Strandbesucher Zeit in stiller Andacht, einige legten Blumen nieder, während ein Polizeihubschrauber am Himmel kreiste.
Der australische Premier Anthony Albanese bat die jüdische Gemeinschaft in Australien um Verzeihung. Seine Regierung werde sich "jeden Tag dafür einsetzen, die jüdischen Australier zu schützen, ihr Grundrecht als Australier zu schützen". Zudem kündigte Albanese härtere Gesetze gegen Volksverhetzung und Extremismus an. Er forderte parteiübergreifende Unterstützung für die Einführung eines "verschärften Straftatbestands für Hasspredigten" und weitere Gesetzesvorhaben.
Am Freitag hatte Albanese bereits eine Aktion zum Rückkauf von Waffen angekündigt. Australien werde Waffenbesitzer dafür bezahlen, dass sie "überschüssige, verbotene und illegale Schusswaffen" abgeben, sagte der Premierminister.
Schusswaffenangriffe sind in Australien relativ selten. Automatische und halbautomatische Waffen sind dort verboten, seit ein Bewaffneter 1996 in Port Arthur auf der Insel Tasmanien 35 Menschen erschossen hatte.
M.Robinson--AT