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Umfrage: Viele Europäer sehen erhöhtes Risiko für Krieg mit Russland
Zahlreiche Menschen in Europa sehen ein erhöhtes Risiko eines Krieges mit Russland in den kommenden Jahren. Nach einer Umfrage in neun Ländern schätzen 51 Prozent der Befragten das Risiko, dass Russland in den kommenden Jahren Krieg gegen ihr Land führen könnte, als hoch oder sehr hoch ein. Dabei bestehen erhebliche Unterschiede je nach Land, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der französischen Zeitschrift "Le Grand Continent" hervorgeht.
In Polen, das an Russland und das mit Russland verbündete Belarus grenzt, halten 77 Prozent der Befragten dieses Risiko für hoch oder sehr hoch. In Frankreich sind es 54 Prozent und in Deutschland 51 Prozent. In Italien hingegen schätzen 65 Prozent der Befragten das Risiko als gering oder nicht vorhanden ein.
In allen neun Ländern zusammen rechnen 81 Prozent der Befragten wenig oder gar nicht mit einem Krieg ihres Landes gegen China. "Russland stellt mit großem Abstand die am stärksten wahrgenommene Bedrohung eines staatlichen Krieges in der europäischen Öffentlichkeit dar", resümiert "Le Grand Continent".
Dabei bezweifeln zahlreiche Befragte die militärischen Fähigkeiten ihres eigenen Landes mit Blick auf Moskau. Mehr als zwei Drittel denken, dass ihr Land "überhaupt nicht" oder "eher nicht" in der Lage wäre, sich gegen eine russische Aggression zu verteidigen. In Frankreich, dem einzigen Staat der befragten Länder, der über Atomwaffen verfügt, sind die Menschen am wenigsten pessimistisch: 44 Prozent glauben, dass ihr Land "vollständig" oder "eher" in der Lage wäre, sich zu verteidigen. Am anderen Ende des Spektrums stehen die Belgier, Italiener und Portugiesen, die zwischen 80 und 90 Prozent glauben, dass ihr Land nicht in der Lage wäre, sich zu verteidigen.
Daneben wird die Bedrohung durch Terrorismus weiter hoch eingeschätzt. Etwa 63 Prozent der Befragen in allen neun Ländern sehen ein erhöhtes oder hohes Risiko eines Kriegs gegen eine Terrororganisation.
Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Cluster 17 in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Polen, Portugal, Kroatien, Belgien und den Niederlanden rund 9.500 nach Quoten ausgewählte Menschen.
P.Hernandez--AT