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Franzosen Cécile Kohler und Jacques Paris nach gut drei Jahren aus iranischer Haft freigekommen
Fast dreieinhalb Jahre nach ihrer Festnahme im Iran sind die beiden Franzosen Cécile Kohler und Jacques Paris aus dem berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran freigekommen. Aus der Haftanstalt seien die beiden in die Residenz des französischen Botschafters in Teheran gebracht worden, teilte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Dienstagabend in Paris mit. Sie seien "in Sicherheit" und warteten nun "auf ihre endgültige Freilassung".
Barrot führte aus, dass er mit den Angehörigen der beiden Freigelassenen gesprochen habe und ein Team nach Teheran entsandt habe, das die beiden begleiten soll. Zuvor hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron seine "Erleichterung" über die Haftentlassung als "erste Etappe" geäußert. "Der Dialog wird fortgesetzt, um die Rückkehr nach Frankreich so schnell wie möglich zu ermöglichen", fügte Macron hinzu.
Kohler war Mitte Oktober wegen "Spionage" für die französischen und israelischen Geheimdienste zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, Paris zu 17 Jahren. Wegen der Vorwürfe hatte ihnen sogar die Todesstrafe gedroht. Beide hatten stets ihre Unschuld beteuert. Sie waren die letzten Franzosen, die noch im Iran in Haft waren.
Anfang Oktober war der seit Mitte Juni im Iran inhaftierte deutsch-französische 19-Jährige Lennart Monterlos aus iranischer Haft freigekommen. Der im Osten Frankreichs aufgewachsene Sohn eines französischen Vaters und einer deutschen Mutter war im Sommer 2024 zu einer Weltreise per Fahrrad aufgebrochen und schließlich im Süden des Iran festgenommen worden.
T.Wright--AT