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US-Regierung will irrtümlich abgeschobenen Migranten nun nach Uganda bringen
Der erst am Freitag in den USA freigelassene Migrant Kilmar Ábrego García aus El Salvador soll nach Angaben seiner Anwälte kommende Woche nach Uganda abgeschoben werden. Wie seine Anwälte am Samstag mitteilten, legten sie Beschwerde gegen die Pläne der US-Regierung ein. Mit der geplanten Abschiebung nach Uganda solle er dafür bestraft werden, dass er seine anfängliche Abschiebung nach El Salvador angefochten hatte.
Ein Vertreter der Einwanderungspolizei ICE habe sie unmittelbar nach der Freilassung darüber informiert, dass ihr Mandant nach Uganda abgeschoben werden solle. Dafür müsse er sich bei der ICE in Baltimore melden. Das afrikanische Land hatte am Donnerstag mitgeteilt, im Rahmen eines Migrationsabkommens mit der US-Regierung abgelehnte Asylbewerber aus den USA aufzunehmen.
Ábrego García, der sich derzeit bei seiner Familie im US-Bundesstaat Maryland befindet, war Anfang Juni aus El Salvador zurück in die USA gebracht und dort umgehend festgenommen worden. US-Justizministerin Pam Bondi hatte erklärt, er müsse sich wegen des Vorwurfs des Menschenschmuggels verantworten. Ein Richter aus dem Bundesstaat Tennessee hatte entschieden, dass er bis zu seinem Prozess in diesem Fall, der am 27. Januar 2026 beginnen soll, freigelassen werden sollte.
Ábrego García war einer von mehr als 250 Migranten, die am 15. März nach El Salvador abgeschoben und dort in einem berüchtigten Gefängnis inhaftiert wurden. Der salvadorianische Staatsbürger ist mit einer US-Bürgerin verheiratet und lebte bis zu seiner Abschiebung in Maryland im Osten der USA.
Der Fall des Familienvaters warf ein Schlaglicht auf das harte Vorgehen von US-Präsident Donald Trump gegen irreguläre Migration und sorgte weltweit für Aufsehen.
Anwälte der US-Regierung räumten zwar ein, dass Ábrego García aufgrund eines "Verwaltungsfehlers" nach El Salvador abgeschoben worden war. Trump behauptete zugleich aber, dass Ábrego García der salvadorianischen Bande MS-13 angehöre und ein "Terrorist" sei - auch wenn es dafür keinerlei Beweise gibt.
Ch.Campbell--AT