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Nach Doppelanschlag: Kolumbien kündigt Militäroffensive gegen Guerilla-Gruppen an
Nach einem Doppelanschlag mit 19 Toten und dutzenden Verletzten hat die Führung in Kolumbien eine Militäroffensive gegen Guerilla-Gruppen angekündigt, die sie für die Gewalttaten verantwortlich macht. Verteidigungsminister Pedro Sánchez kündigte am Freitag (Ortszeit) den Start einer Operation mit dem Namen "Sultana" zum Schutz des Landes "vor Terrorismus und Kriminalität" an.
Dafür werde eine 700-köpfige Einheit, die mit der Suche und Festnahme von Zielpersonen beauftragt sei, "mit mehr Technologie und Geheimdienstkapazitäten verstärkt", sagte der Minister nach einem Treffen mit hochrangigen Sicherheitsbeamten in der Stadt Cali, dem Schauplatz einer der beiden Anschläge.
Am Donnerstag waren 13 Polizisten in der nördlichen Region Antioquia getötet worden, als ein Polizeihubschrauber abgeschossen wurde. Polizeiangaben zufolge griff eine Gruppe den Hubschrauber der Einsatzkräfte, die mit der Vernichtung von Kokapflanzen beauftragt gewesen seien, mit Gewehren und einer Drohne an, woraufhin dieser abstürzte.
Sechs weitere Menschen wurden den Angaben zufolge durch eine Autobombe in Cali südwestlich von Bogotá getötet. Ziel der Anschlags war offenbar ein Luftwaffenstützpunkt, doch es kamen auch Zivilisten ums Leben. Die Regierung machte Splittergruppen der ehemaligen Farc-Guerilla für die Vorfälle verantwortlich.
R.Lee--AT