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Gouverneur beschreibt brutales Hin und Her um Kontrolle von Sjewjerodonezk
In der strategisch wichtigen Stadt Sjewjerodonezk im Osten der Ukraine haben die Verteidiger laut eigenen Angaben die russischen Streitkräfte etwas zurückgedrängt. Hätten die russischen Soldaten zuvor "etwa 70 Prozent" der Stadt kontrolliert, "so sind sie jetzt um 20 Prozent zurückgedrängt worden", sagte der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Gajdaj, am Freitagabend. Er beschrieb ein brutales Hin und Her.
Die russischen Streitkräfte "bombardieren unsere Stellungen stundenlang, dann schicken sie eine Kompanie frisch mobilisierter Soldaten, sie sterben, dann begreifen sie, dass es noch Widerstandsnester gibt, und sie fangen wieder an zu bombardieren", sagte Gajdaj. So laufe das im vierten Monat der russischen Invasion.
Kiew wirft Moskau vor, aus der letzten verblieben Bastion der Ukraine in Luhansk ein "zweites Mariupol" zu machen. Die Hafenstadt am Asowschen Meer war wochenlang belagert worden und ist weitgehend zerstört.
Mariupols Bürgermeister Wadym Bojtschenko erklärte am Freitag, die "Besatzungsmächte" hätten die Stadt "fast in Schutt und Asche gelegt". Das Ergebnis nach hundert Tagen Krieg seien "mehr als 22.000 getötete Zivilisten, 1300 zerstörte Gebäude und 47.000 Menschen, die nach Russland oder in die von den prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiete deportiert wurden", sagte er.
M.King--AT