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Tausende demonstrieren in Brüssel für Jobs in der Stahlindustrie
Vor dem Hintergrund der Krise in der europäischen Stahlindustrie haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus zahlreichen EU-Ländern für den Erhalt ihrer Jobs demonstriert. Nach Polizeiangaben folgten am Mittwoch rund 3000 Demonstrierende einem Aufruf der Gewerkschaftsvereinigung IndustriALL. Sie protestierten gegen Stahlimporte zu "Dumping"-Preisen aus China und warnten vor einem möglichen Zollstreit mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump.
"Die europäische Industrie geht durch eine tiefe Krise", sagte die Generalsekretärin der Vereinigung IndustriALL, Judith Kirton-Darling. "Es ist Zeit, dass Europa aufwacht", rief sie den Demonstrierenden zu. Darunter waren unter anderem Vertreter der deutschen IG Metall sowie Beschäftigte aus Italien, Frankreich und Tschechien. Er sei nach Brüssel gereist, um für "den Schutz der Arbeitsplätze" zu kämpfen, sagte der tschechische Stahlarbeiter Lukas Borota.
"In Europa braucht es immer unendlich lange, bis die Industrie geschützt wird", kritisierte der belgische Gewerkschafter Jean-Luc Lallemand. Vertreter der Gewerkschaften trafen am Mittwoch auch Beamte der EU-Kommission, die noch in diesem Monat ein Gesetzespaket für die Förderung einer nachhaltigen Industrie vorlegen will. Brüssel plant zudem Aktionspläne für die Auto-, Stahl- und Chemieindustrie.
N.Walker--AT