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Generalinspekteur: Trumps Fünf-Prozent-Ziel bei Verteidigung ist unrealistisch
Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, hält das von den USA ausgegebene Fünf-Prozent-Ziel bei den Verteidigungsausgaben für unrealistisch und sieht darin auch eine Provokation seitens US-Präsident Donald Trump. Trump habe damit eine Diskussion losgetreten und "das wollte er euch", sagte Breuer am Dienstagmorgen den Sendern RTL und ntv. "Er wollte damit provozieren." Fünf Prozent halte er im Moment für "unrealistisch".
Trump drängt die europäischen Nato-Partner, deutlich stärker in ihre eigene Verteidigung zu investieren und fordert eine Erhöhung der Nato-Quote von zwei auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die USA waren mit zuletzt rund 3,4 Prozent nach Nato-Angaben aber selbst noch weit davon entfernt.
Breuer gab zu bedenken, dass die Rüstungsindustrie dann auch in der Lage sein müsse, so viele Waffen zu produzieren und zu liefern. Auch vom "Output" her hält er demnach das Trump-Ziel für unrealistisch. "Ich glaube, man muss das Ganze schrittweise angehen. Das tun wir jetzt ganz vernünftig." Ob es dann am Ende zwei Prozent, drei Prozent "oder mehr sein werden, das wird man sehen".
Trump habe mit seinen Äußerungen auch gemeint, "dass wir uns in Europa sehr viel stärker engagieren müssen, als wir es bislang getan haben", sagte der Generalinspekteur den Sendern weiter. Grundsätzlich sei es außerdem noch nie so gewesen, dass sich Deutschland ohne die US-Truppen hätte verteidigen können. "Wir waren noch nie in der Lage, uns alleine in Deutschland verteidigen zu können", sagte er. "Wir sind immer angewiesen gewesen auf die Nato und sind es auch heute." Das sei auch gut so.
W.Nelson--AT