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Zivilschutz: 23 Tote bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen
Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind am Sonntag nach Angaben des Zivilschutzes in dem Palästinensergebiet mindestens 23 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien elf Bewohner eines Hauses im Norden des Gazastreifens, sagte Zivilschutzsprecher Mahmud Bassal. Die Suche nach fünf Vermissten in den Trümmern des Gebäudes dauere an.
Die israelische Armee hatte zuvor mitgeteilt, am Freitag und Samstag mehr als hundert "Terrorziele" im gesamten Gazastreifen beschossen zu haben. Nach Angaben des von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums wurden binnen 48 Stunden insgesamt 88 Menschen bei israelischen Angriffen in dem Küstengebiet getötet.
Israel teilte mit, die Armee habe unter anderem Standorte beschossen, von denen aus in den vorangegangenen Tagen Geschosse auf israelisches Gebiet abgefeuert worden seien. Bei den Angriffen seien "dutzende Terroristen der Hamas eliminiert" worden.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Mittwoch gedroht, die Angriffe auf den Gazastreifen zu intensivieren, sollte die radikalislamische Hamas ihren Beschuss Israels nicht einstellen.
Der Krieg zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen dauert mittlerweile seit rund 15 Monaten an. Ausgelöst worden war er am 7. Oktober 2023 durch einen brutalen Angriff der radikalislamischen Palästinenserorganisation auf Israel, bei dem israelischen Angaben zufolge 1208 Menschen getötet wurden.
Seitdem geht die israelische Armee massiv gegen Ziele im Gazastreifen vor. Laut dem von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministerium wurden dabei bisher mehr als 45.800 Palästinenser getötet. Die Zahlen können nicht unabhängig überprüft werden. Die Vereinten Nationen stufen sie als glaubwürdig ein.
Die erneute Verschärfung der Kämpfe erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die indirekten Verhandlungen zwischen der Hamas und Israel in Katar wieder aufgenommen wurden. Israel bestätigte am Samstagabend, dass die Gespräche in Katar fortgesetzt worden seien.
Die internationalen Vermittler Katar, Ägypten und die USA hatten sich in den vergangenen Monaten vergeblich darum bemüht, eine Waffenruhe im Gaza-Krieg und eine Freilassung der noch im Gazastreifen festgehaltenen israelischen Geiseln zu erreichen. Zuletzt warfen sich Israel und die Hamas gegenseitig vor, den Abschluss einer Vereinbarung zu verzögern. Einer der Hauptstreitpunkte ist die Frage einer dauerhaften Waffenruhe.
R.Garcia--AT