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Polizei setzt Einsatz in Fechenheimer Wald in Frankfurt am Main fort
In Frankfurt am Main hat die Polizei am Freitag ihren Einsatz in dem von Aktivistinnen und Aktivisten besetzten Fechenheimer Wald fortgesetzt. Nach Angaben eines Sprechers der Einsatzkräfte sollten weitere Baumhäuser und andere Strukturen geräumt werden. Das Waldstück soll für einen umstrittenen Ausbau der Autobahn 66 abgeholzt werden.
Bis Donnerstagabend räumte die Polizei nach eigenen Angaben bereits mehr als die Hälfte der von Aktivisten errichteten Baumhäuser und Strukturen in dem Wald, darunter auch einen rund 40 Meter hohen sogenannten Skypod. Demnach wurden sieben Menschen vorübergehend in Gewahrsam genommen, von denen wiederum fünf vorläufig festgenommen wurden. Dabei ging es um Vorwürfe wie Widerstand und Hausfriedensbruch sowie fehlende Personalien.
Die Einsatzkräfte bezeichneten ihren Räumungseinsatz vom Donnerstag dabei zugleich als friedlich. Es habe außerdem keine Verletzten gegeben, betonte die Polizei am Donnerstagabend. Umweltschützer kritisierten dagegen erneut den Autobahnausbau und den Polizeieinsatz. Sie warfen den Beamten "fahrlässiges Vorgehen" vor. Sie seien "menschenverachtend" vorgegangen.
Für einen sogenannten Lückenschluss der A66 zwischen Hanau und Frankfurt müssen etwa zweieinhalb Hektar Wald gerodet werden. Für die Abschnitte im Bereich des Fechenheimer Walds liegt bereits seit Jahren Baurecht vor. Rund tausend Bäume sollen gefällt werden, 2031 soll der Ausbau fertiggestellt sein. Gegen das Bauprojekt wird seit Jahren protestiert. Seit September 2021 besetzen Aktivisten den Wald, teils leben sie dort in Baumhäusern.
Die Räumung des besetzten Waldstücks begann am Mittwoch. Zu Beginn des Einsatzes sprach die Polizei von rund 30 Aktivisten, die sich in teilweise größerer Höhe in Baumhäusern aufhielten. Die Räumung sorgt auch für Verkehrsbehinderungen. So war die A66 auch am Freitag gesperrt.
W.Stewart--AT