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Mutmaßlicher Mörder von 17-Jähriger aus Ludwigshafen wieder in Untersuchungshaft
Ein wegen Mordes an einem 17-jährigen Mädchen aus Ludwigshafen noch nicht rechtskräftig verurteilter 19-Jähriger sitzt wieder in Untersuchungshaft. Neue Ermittlungen hätten konkrete Tatsachen bezüglich Wiederholungsgefahr ergeben, teilten die Staatsanwaltschaft Frankenthal und die Polizei Rheinpfalz am Montag mit. Der 19-Jährige war vom Landgericht Frankenthal im August wegen Mordes, Vergewaltigung und Kindesmissbrauchs zu zehn Jahren Haft im Jugendstrafvollzug verurteilt worden.
Das Landgericht hatte es in seinem Urteil als erwiesen angesehen, dass er die 17-Jährige im März 2020 am Willersinnweiher in Ludwigshafen vergewaltigt und dabei gewürgt hatte. Das Mädchen starb. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, weil sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe einlegten.
Nach einer Haftbeschwerde wurde der 19-Jährige im Oktober wegen zu langer Verfahrensdauer aus der Untersuchungshaft entlassen. Er hatte schon seit März 2020 in Untersuchungshaft gesessen.
"Umfangreiche und intensive Ermittlungen" hätten seit der Freilassung neue Tatsachen zu Tage gefördert, welche eine Wiederholungsgefahr bezüglich eines weiteren Opfers begründeten, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei nun mit. Die Staatsanwaltschaft habe darum beim Landgericht einen neuen Haftbefehl erwirkt.
Am Samstag sei der 19-Jährige dem Bereitschaftsrichter vorgeführt worden, der den Haftbefehl in Vollzug gesetzt habe. Der 19-Jährige befinde sich nun in einer Jugendstrafanstalt.
M.O.Allen--AT