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Großrazzia in Sachsen und Tschechien wegen mutmaßlicher Schwarzarbeit auf Bau
Wegen mutmaßlich seit Jahren andauernder Schwarzarbeit auf dem Bau hat der Zoll im sächsischen Chemnitz und im Erzgebirgskreis am Dienstag mehrere Gebäude durchsucht. Auch in Tschechien fand eine Razzia statt, wie die Staatsanwaltschaft Chemnitz und das Hauptzollamt Erfurt mitteilten. Es soll ein Schaden von rund drei Millionen Euro entstanden sein.
Ermittelt wird gegen drei Beschuldigte, die Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten und Steuern hinterzogen haben sollen. Zwei weitere Beschuldigte sollen ihnen geholfen haben. Konkret sollen sie Arbeitnehmer zur Schwarzarbeit auf Baustellen geschickt haben. Die Bauarbeiter waren den Angaben zufolge nicht zur Sozialversicherung angemeldet, und es wurde keine Lohnsteuer gezahlt.
Um die Schwarzarbeit zu verschleiern, hätten die Beschuldigten sich als Vermittler von nach Deutschland entsandten Arbeitern tschechischer Subunternehmen ausgegeben. Der Verdacht, dass sie seit 2020 tatsächlich nicht Vermittler, sondern selbst Arbeitgeber dieser schwarz arbeitenden Bauarbeiter seien, habe sich erhärtet.
In Sachsen waren etwa hundert Zollbeamtinnen und -beamte im Einsatz, um insgesamt neun Wohn- oder Geschäftsgebäude zu durchsuchen. Gleichzeitig gab es Durchsuchungen in Tschechien, wie erklärten die Ermittler erklärten.
Den Beschuldigten im Alter zwischen 30 und 60 Jahren werden das Vorenthalten und Veruntreuen von Sozialversicherungsbeiträgen, Betrug zu Lasten der Sozialkasse der Bauwirtschaft sowie Steuerhinterziehung beziehungsweise Beihilfe zu diesen Taten vorgeworfen. Computer und Smartphones wurden beschlagnahmt.
W.Nelson--AT