-
Steigende Opferzahl und verzweifelte Suche nach Überlebenden nach Beben in Venezuela
-
BGH urteilt über Archiv von in Nationalsozialismus verfolgten Zeugen Jehovas
-
Urteil in Prozess um Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt mit sechs Toten fällt
-
Anschläge auf jüdische Repräsentanten geplant: Prozess gegen Agenten in Hamburg
-
Politik und Deutsche Bahn äußern sich zur Zukunft von Stuttgart 21
-
Bundestag stimmt über Infrastruktur-Zukunftsgesetz ab
-
Zahl der Todesopfer durch Erdbeben in Venezuela steigt auf 235
-
Hilfe nach Erdbeben in Venezuela: USA schicken Kriegsschiffe und Flugzeuge
-
Japan und Schweden nach Remis in der K.o.-Runde
-
Nach "Wahnsinnsstart": Niederlande sichern Gruppensieg
-
Microsoft macht Xbox-Konsolen deutlich teurer
-
Serie antisemitischer Anschläge in Europa: Sieben Festnahmen in Belgien
-
DGB-Chefin Fahimi fordert stärkere Belastung von Vermögen und Erbschaften
-
Dicker Dämpfer vor K.o.-Krachern: DFB-Elf unterliegt Ecuador
-
Doppelpack Pépé: Elfenbeinküste beendet Curacaos Märchen
-
König Charles III. hat seit Thronbesteigung 30 Millionen Pfund Steuern gezahlt
-
Bundestag beschließt Recht auf Reparatur
-
Medien: Taylor Swift und Travis Kelce heiraten offenbar am 3. Juli in New York
-
Mindestens 188 Tote bei Erdbeben in Venezuela - Internationale Hilfe läuft an
-
Berüchtigtes US-Abschiebegefängnis "Alligator Alcatraz" schließt
-
Rüdiger und Raum starten gegen Ecuador
-
Durchbruch nach langem Streit: Bund und Länder einig bei Kommunal-Entlastung
-
Merz: Koalition wird Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands wiederherstellen
-
Frankreich und Italien wollen Nachfolge-Truppe für Unifil im Libanon organisieren
-
Bund und Länder einigen sich auf Finanzentlastung für Kommunen
-
"Hallo New Jersey": Nike zeigt neues DFB-Trikot
-
Emails sollen künftig viele Behörden-Formulare ersetzen
-
Einigung auf Rechtsstaatspakt: Länder bekommen halbe Milliarde Euro für Justiz
-
Bericht: Bund zahlt bis zu 7,2 Milliarden für Einstieg bei Panzerhersteller KNDS
-
Migration: Oberstes US-Gericht bestätigt Trump-Kurs in zwei Grundsatzfällen
-
Plünderungen nach Erdbeben in Venezuela
-
Noosha Aubel und Dietmar Woidke: Wie Potsdam ein schwerstbehindertes Kleinkind im Stich lässt
-
Tesla in Grünheide will tausend weitere Arbeitsplätze schaffen
-
Maria siegt weiter - im Halbfinale gegen Ostapenko
-
Umweltorganisationen erringen Teilerfolg im Klimaprozess gegen TotalEnergies
-
Bericht: FIA hebt Amtszeitbegrenzung auf
-
Großbritannien verzeichnet neuen Hitzerekord - Viele Notfalleinsätze in London
-
Bundestag wählt Juristen Hennemann zum neuen Bundesdatenschutzbeauftragten
-
600 Ferkel ohne Wasser: Autobahnpolizei stoppt Tiertransport bei Hitze in Bayern
-
Ungarn: Scharfe Kritik an Magyars Plan zur Absetzung des Präsidenten
-
Bob-Ass Friedrich macht bis Olympia 2030 weiter
-
Fraktionsübergreifend Werben für Widerspruchslösung bei Organspende
-
Oberstes US-Gericht entscheidet zugunsten von Bayer im Glyphosat-Streit
-
Infrastrukturgesetz: Lob aus Wirtschaft - Kritik von Umweltschützern
-
Erdbeben erschüttern Venezuela - Dutzende Todesopfer und schwere Schäden
-
Rubio: USA wollen keine Einigung mit dem Iran "um jeden Preis"
-
"Wer bestellt, bezahlt": Länder hoffen bei Treffen mit Merz auf Durchbruch
-
Geldwäsche für nigerianische Mafia: Zwölf Angeklagte in München verurteilt
-
Österreichische Schützen unterwegs: 34 Langwaffen in Reisebus in Bayern entdeckt
-
Konferenz in Danzig: Werben um private Investoren für den Wiederaufbau der Ukraine
Berliner Staatsanwaltschaft lässt Amokfahrer in Psychiatrie unterbringen
Die Berliner Staatsanwaltschaft lässt den 29-jährigen Amokfahrer vom Kurfürstendamm vorläufig in einer Psychiatrie unterbringen. Einem entsprechenden Antrag gab am Donnerstag das Amtsgericht Tiergarten statt. Es spreche "relativ viel" für eine paranoide Schizophrenie des Mannes, sagte Oberstaatsanwalt Sebastian Büchner. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung seien Medikamente gefunden worden. Zudem habe er seine behandelnden Ärzte von ihrer Schweigepflicht entbunden.
Ob die Erkrankung wirklich ursächlich für die Tat war, sollen laut Büchner die weiteren Ermittlungen zeigen. Ein Terrorakt werde jedoch derzeit ausgeschlossen, ein Unfall ebenfalls.
Der Mann hatte bei seiner Amokfahrt in unmittelbarer Nähe der Berliner Gedächtniskirche im Zentrum Westberlins laut Polizei eine Frau getötet und 32 weitere Menschen verletzt. Der Staatsanwaltschaft zufolge werden die Taten rechtlich als Mord in einem Fall und versuchte Morde in 17 weiteren Fällen gewertet. Bei den weniger schwer verletzten Menschen sei nicht von einer Mordabsicht auszugehen.
14 der Verletzten sind Schülerinnen und Schüler aus Hessen. 50 weitere Menschen wurden demnach psychologisch betreut.
Der mutmaßliche Täter war am Mittwochmorgen nahe der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in eine Menschenmenge gefahren und hatte dabei eine Schulklasse aus Hessen erfasst. Eine Lehrerin wurde getötet, ein weiterer Lehrer sowie mehrere Jugendliche wurden zum Teil schwer verletzt. Das Auto kam anschließend im Schaufenster eines Geschäfts zum Stehen.
Der Fahrer wurde von Passanten festgehalten und Einsatzkräften der Polizei übergeben. Bei diesem handelt es sich den Ermittlern zufolge um einen 29-jährigen Deutsch-Armenier, der in Berlin lebt. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sprach von einer "Amoktat eines psychisch beeinträchtigten Menschen".
Es würden zudem derzeit der Computer und das Mobiltelefon des Mannes ausgewertet, sagte Spranger im Abgeordnetenhaus der Hauptstadt. Eine Mordkommission übernahm die weiteren Ermittlungen.
Der Mann war Spranger zufolge 2015 eingebürgert worden. Er habe in der Vergangenheit psychische Probleme gehabt und sei unter anderem wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruchs polizeibekannt gewesen, jedoch nicht wegen Extremismus. Ein Bekennerschreiben gebe es nicht. Im Auto seien jedoch Plakate gefunden worden.
Ein möglicher Zusammenhang zur Amokfahrt wird laut Innensenatorin noch geklärt. Es sei "bisher wohl nach dem jetzigem Stand kein politischer Hintergrund zu sehen", sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Alles andere zu den Tathintergründen würden die Ermittlungen erbringen.
Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) besuchte am Donnerstag die Schule der betroffenen Klasse in Bad Arolsen. Die Tat habe alle fassungslos gemacht, sagte er. Die Klasse sei auf Abschlussfahrt in der Hauptstadt gewesen. 17 Schülerinnen und Schüler seien bereits wieder nach Hessen zurückgebracht worden, sieben weitere sowie ein Lehrer würden noch in Berliner Krankenhäusern behandelt. Rhein versprach ihnen allen seelsorgerische und finanzielle Hilfe.
Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) bezeichnete die Tat als einen "dunklen Tag in der Berliner Stadtgeschichte". Das Abgeordnetenhaus sei in Gedanken bei den Angehörigen der Getöteten, sagte der Präsident des Abgeordnetenhauses, Dennis Buchner (SPD). "Wir bangen und hoffen mit den Verletzten."
Berlins Innensenatorin Spranger ordnete für Donnerstag Trauerbeflaggung an. Der Berliner Senat gab zudem bekannt, die Betroffenen und Angehörigen der Tat mit einer bei der Senatsverwaltung für Justiz angesiedelten zentralen Anlaufstelle zu unterstützen. Diese vermittle Beratungs- und Hilfsangebote, hieß es. "Wir haben aus den Ereignissen im Nachgang des terroristischen Anschlags auf dem Breitscheidplatz gelernt und lassen die Betroffenen und Opfer nicht im Stich", erklärte Justizsenatorin Lena Kreck (Linke).
A.Williams--AT