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Flucht nach Unfallserie in Niedersachsen: Polizei veröffentlicht neuen Verdacht
Nach einer tödlichen Unfallserie auf der Autobahn 1 in Niedersachsen und dem Auffinden von zwei flüchtigen mutmaßlichen Unfallbeteiligten in einem Wald gibt es neue Erkenntnisse zum Unfallhergang. Es besteht der Verdacht, dass der Mitfahrer der beiden Männer aus dem noch fahrenden Auto geschleudert wurde, wie die Polizei in Cloppenburg am Freitag mitteilte. Bei der Unfallserie waren am Dienstag insgesamt drei Menschen gestorben.
Als erstes stieß ein Auto auf der A1 bei Dinklage mit einem Lastwagen zusammen. Die Polizei vermutete zunächst, dass alle drei Insassen ausstiegen und einer von ihnen von einem nachfolgenden Auto erfasst und tödlich verletzt wurde. Nach Angaben vom Freitag könnte es aber auch sein, dass der dritte Mann wegen des Zusammenstoßes schon während der Fahrt aus dem Auto geschleudert wurde und sich dabei tödlich verletzte. Die beiden anderen flüchteten.
Nach der Ursprungskollision kam es in Rückstaus unabhängig voneinander zu zwei Auffahrunfällen, bei denen zwei weitere Menschen starben. In dem Auto der drei Männer fand die Polizei Einbruchswerkzeug und Masken. Sie geht daher davon aus, dass diese auf dem Weg zu oder auf dem Rückweg von einer Tat waren. Mutmaßliche Tatbeute wurde in dem Auto nicht entdeckt.
Bei dem womöglich aus dem Auto geschleuderten Insassen des Autos mit polnischen Kennzeichen handelte es sich den Ermittlern zufolge um einen 36-jährigen polnischen Staatsbürger. Nach seinen beiden flüchtigen Mitfahrern, einem 26-Jährigen und einem 27-Jährigen, wurde mit einem Großaufgebot gesucht, dazu gehörten Hubschrauber und Drohnen.
Am Donnerstag verdichteten sich laut Polizei aufgrund mehrerer Meldungen aus der Bevölkerung Hinweise auf Männer in dem Waldstück unweit der A1 nahe Dinklage. Einsatzkräfte umstellten das Gebiet und durchsuchten es, wobei sie auf die versteckten Männer stießen. Gegen sie wird nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.
Auch wegen möglicher geplanter oder bereits begangener Straftaten wird ermittelt, wie die Polizei nun mitteilte. Die beiden Männer waren verletzt und wurden ärztlich behandelt, bevor sie in Polizeigewahrsam kamen. Am Freitag kamen sie vorläufig auf freien Fuß.
A.Clark--AT