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Foodwatch fordert Transparenz beim Einkauf durch Überwachung von Lebensmittelpreisen
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hat wegen anhaltend hoher Lebensmittelpreise eine zentrale Beobachtungsstelle für mehr Transparenz gefordert. Die nächste Bundesregierung müsse Klarheit darüber schaffen, ob die vier großen Handelskonzerne in Deutschland "ungerechtfertigte Gewinne" zu Lasten der Verbraucherinnen und Verbraucher einfahren, erklärte Foodwatch am Dienstag. Viele Supermarktketten hätten ihre Preise seit der Corona-Pandemie erhöht und danach nicht wieder gesenkt.
Foodwatch forderte eine Preisbeobachtungsstelle, die den Konzernen "auf die Finger" schaut und "Preisentwicklungen leicht verständlich öffentlich" macht. Die NGO wirft den Supermarktketten vor, ihre Preise nicht zu senken, obwohl die Energie- und Rohstoffkosten der Lebensmittelindustrie mittlerweile gefallen seien. Damit beteiligten sich die Unternehmen an "Preistreiberei".
Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte im Sommer eine Überwachung der Lebensmittelpreise angeregt und erneuerte diese Forderung nun. "Lebensmitteleinzelhändler müssen verpflichtet werden, ihre aktuellen Preise für Grundnahrungsmittel an eine einheitliche Online-Plattform zu melden", erklärte Lisa Völkel von der vzbv. Nur so seien produktspezifische Vergleiche möglich, Prospekte reichten dafür nicht aus. Eine Online-Plattform indes könne Transparenz schaffen und Konsumentinnen und Konsumenten in ihrem Alltag entlasten.
T.Wright--AT