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Union wächst und plant sein neues Stadion
Der höchste Umsatz der Vereinsgeschichte, ein Rekordgewinn und steigende Mitgliederzahlen: Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin wächst und plant sein neues Stadion. Wie Präsident Dirk Zingler auf der Mitgliederversammlung am Montagabend bekannt gab, hat Union hat das im Erbbaupachtvertrag mit dem Land Berlin fixierte Vorkaufsrecht wahrgenommen und das Stadiongrundstück erworben. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte gehört das Vereinsgelände Union.
"Wir können hier mit voller Überzeugung von einem Generationenprojekt sprechen, das Union nachhaltig prägen und infrastrukturell auf ein neues Niveau heben wird. Die Planungen gehen gut voran, sodass wir aktuell von einem Baubeginn für die Gebäude rund um das Stadion im kommenden Jahr ausgehen", sagte Zingler. Die erste Bauphase soll bereits im Frühjahr beginnen. Der anschließende Stadionumbau an der Alten Försterei auf 37.500 Plätze bedingt den Umzug ins Olympiastadion in der Saison 2024/25.
In der Saison 2021/22 verzeichnete die Union-Gruppe Einnahmen in Höhe von 122,137 Millionen Euro – eine Steigerung von 49,3 Millionen Euro zur Vorsaison. 12,685 Millionen blieben als Gewinn. Das negative Eigenkapital konnte um 12,763 Millionen reduziert werden, die Verbindlichkeiten verringerten sich um 10,025 Millionen. Für die laufende Saison plant Union mit weiterem Wachstum, die Einnahmen sollen auf 157 Millionen Euro steigen, der Verein kalkuliert mit 20 Millionen Euro Überschuss.
Grundlage für den wirtschaftlichen Aufschwung sei der sportliche Erfolg, sagte Zingler vor 1472 Mitgliedern im Berliner Tempodrom. "Trotz schwieriger Umstände durch die Pandemie ist es uns gelungen, wirtschaftlich ein neues Plateau zu erreichen und zum Wettbewerb aufzuschließen", sagte er. 48.364 Mitglieder gehören dem Verein an.
Union hatte in der vergangenen Saison die Conference League und das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht und sich in der Bundesliga für die Europa League qualifiziert. In dieser Saison setzt der Klub auch sportlich den Aufstieg fort. "Wir haben die Dreifachbelastung nie als solche begriffen, sondern sind die drei Wettbewerbe mit Stolz und Freude angegangen", sagte Zingler.
L.Adams--AT