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Kanu-EM: Kajak-Vierer und Brendel holen Gold
Die deutschen Kanuten haben ihre Medaillensammlung bei den Europameisterschaften in München weiter ausgebaut. Am Samstag konnte der Kajak-Vierer seinen Titel aus dem vergangenen Jahr erfolgreich verteidigen, auch Kanu-König Sebastian Brendel holte sich seine nächste Goldmedaille.
Die Tokio-Olympiasieger Max Rendschmidt, Tim Liebscher und Max Lemke setzten sich auf der Regattastrecke in Oberschleißheim gemeinsam mit Jacob Schopf, dem Nachfolger von Ronald Rauhe, in 1:20,282 Minuten souverän vor den Booten aus der Slowakei und Frankreich durch.
"Wir wussten, dass wir auf der Strecke mitfahren und den anderen zeigen können, wo der Haken hängt", sagte Schlagmann Rendschmidt, räumte aber auch einen kleinen "Fehler" ein: "Am Ende habe ich gesehen, dass wir ein bisschen vorne waren, da hab ich zu früh angefangen zu jubeln", sagte der 28-Jährige augenzwinkernd, "da haben die anderen sich beschwert." Vor zwei Wochen hatte sich das DKV-Paradeboot bei der Weltmeisterschaft im kanadischen Halifax noch mit Silber begnügen müssen.
Der dreimalige Olympiasieger Brendel ging nach seinem Gold-Triumph mit Canadier-Partner Tim Hecker im Einer über die 5000 m an den Start. Dank eines starken Schlusssprints gewann der 34-Jährige vor dem Ungarn Balazs Adolf und Carlo Tacchini aus Italien. Für Brendel war es bereits sein achtes EM-Gold über die nicht-olympische Distanz.
Schon am frühen Nachmittag hatten Paulina Paszek und Jule Hake den dritten Wettkampftag auf der Regattastrecke in Oberschleißheim erfolgreich eingeläutet. Im Kajak-Zweier über 500 m fuhr das junge Duo nach WM-Silber im kanadischen Halifax vor zwei Wochen zu Bronze. "Wir freuen uns über jede Medaille", sagte Paszek strahlend.
Für den DKV waren es nach drei Titelgewinnen am Freitag bereits die Medaillen vier bis sechs bei der Heim-EM. Am Samstag sind in den Finals über 5000 m noch weitere Erfolge möglich. Rendschmidt startet nach dem Erfolg im Vierer auch noch im Einer, Annika Loske geht im Canadier an den Start.
K.Hill--AT