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Boxen: Khelif zieht wegen Geschlechtstests vor den CAS
Box-Olympiasiegerin Imane Khelif ficht die Einführung von Geschlechtstests durch den neuen Amateur-Weltverband World Boxing vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS an. Das gab der CAS am Montag bekannt. Die Algerierin fordert die Aufhebung der Entscheidung von World Boxing, wonach Boxerinnen ohne einen genetischen Geschlechtstest nicht mehr an Turnieren teilnehmen dürfen.
Khelif, die wie die Taiwanesin Lin Yuting bei den Sommerspielen 2024 in Paris im Zentrum einer Geschlechterdebatte gestanden hatte, forderte den CAS zudem auf, sie auch ohne einen dementsprechenden Test an den Amateur-Weltmeisterschaften vom 4. bis 14. September in Liverpool teilnehmen zu lassen. Einen Antrag auf Aussetzung der geforderten Geschlechtstests von World Boxing bis zur Verhandlung des Falls lehnte der CAS am Montag ab.
Ende Mai hatte der junge, seit März vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anerkannte Weltverband im Amateurboxen die Geschlechtstests eingeführt, um die Eignung männlicher und weiblicher Athleten für seine Wettkämpfe zu prüfen. Im Juni war Khelif zu einem Turnier im niederländischen Eindhoven nicht angetreten.
Yuting, die wie Khelif bei Olympia die Goldmedaille gewonnen hatte, wird sich dagegen den Tests unterziehen. Das teilte ihr Trainer Tseng Tzuchiang der Nachrichtenagentur AFP mit.
Gemäß der Richtlinie von World Boxing müssen alle Athletinnen und Athleten über 18 Jahren einen PCR-Test absolvieren. Dieser ist ein Laborverfahren zum Nachweis spezifischen genetischen Materials, in diesem Fall des SRY-Gens. Dieses weist auf das Vorhandensein des Y-Chromosoms hin, das als Indikator für das biologische Geschlecht dient.
A.Ruiz--AT