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Enttäuschender BVB verpatzt Lille-Generalprobe
Enttäuschung statt Aufbruchstimmung: Borussia Dortmund hat die Generalprobe für das richtungweisende Achtelfinale der Champions League verpatzt und seine Fans mit einer schwachen Leistung erzürnt. Der enttäuschende BVB unterlag dem FC Augsburg mit 0:1 (0:1) und offenbarte vier Tage vor dem Duell beim OSC Lille zahlreiche Mängel.
In dieser Verfassung wird das Weiterkommen in der Königsklasse schwer, und auch bei der Aufholjagd in der Liga war es ein herber Dämpfer. Die Fans quittierten den Auftritt bereits zur Pause mit einem lauten Pfeifkonzert.
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Augsburger Kapitän Jeffrey Gouweleeuw (23.) den FCA mit einem Kopfball aus größerer Distanz in Führung gebracht. Dortmund, das sich mit einem Sieg Selbstvertrauen für das Achtelfinale in Lille holen wollte, war dagegen völlig harmlos und ohne Ideen.
Die Wechsel von Niko Kovac als Erklärung heranzuziehen, wäre zu einfach. Der Dortmunder Trainer hatte den zuletzt formschwachen Julian Brandt, Jamie Gittens und Yan Couto eine Chance von Beginn an gegeben. Zudem begann im zentralen Mittelfeld Salih Özcan anstelle des Österreichers Marcel Sabitzer.
Doch nicht nur die vier neuen Spieler wirkten verunsichert und fahrig, sondern die gesamte Mannschaft. Dynamik und Zug zum Tor fehlten, die Laufwege passten nicht, die wenigen Abschlüsse waren lasch. So blieb die Gastgeber trotz eines deutlichen Übergewichts in Sachen Ballbesitz völlig harmlos.
Augsburg konzentrierte sich zunächst auf seine Defensive, nutzte dann aber die erste Chance eiskalt aus. Nach einem Freistoß des früheren Dortmunders Marius Wolf kam Gouweleeuw völlig frei zum Kopfball. Der Ball flog im hohen Bogen über den chancenlosen Gregor Kobel hinweg.
Eine Reaktion blieb zunächst aus, der BVB erspielte sich in der ersten Halbzeit zwar neun Ecken, aber keine nennenswerte Chance - und brachte das Publikum gegen sich auf. Brandt, der glücklos agierte, musste ebenso Pfiffe ertragen wie Pascal Groß, dessen Versuch, einen Eckstoß direkt aufs Tor zu ziehen, kläglich scheiterte.
Die Fans waren nach der Pause versöhnlich, sie stimmten den BVB auf die zweite Halbzeit ein. Das Team solle kämpfen und siegen. Es brachte auch einen Treffer zustande, Brandt stand aber im Abseits. Wenig später wurde auch das vermeintliche 2:0 zurückgenommen, bevor Özcan den Ball ins eigene Tor lenkte, hatte sich ein Augsburger im Abseits befunden.
Kovac reagierte, brachte zunächst Maximilian Beier und Julian Ryerson sowie wenig später Marcel Sabitzer und Julien Duranville. Doch es gelang dem BVB weiter nicht, Augsburg unter Druck zu setzen.
Ch.Campbell--AT