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Biathlon: DSV-Männer enttäuschen auch mit neuem Trainer
Die deutschen Biathleten haben im ersten Weltcup-Rennen unter dem neuen Bundestrainer Tobias Reiter erneut maßlos enttäuscht und beim Sieg von Emilien Jacquelin sogar die Top 15 verpasst. Beim Sprint von Nove Mesto, dem ersten Wettkampf nach der WM in Lenzerheide, belegte Justus Strelow als bester Athlet des Deutschen Skiverbandes (DSV) einen indiskutablen 19. Platz.
An der Misere der deutschen Männer in diesem Winter konnte auch Reiter nichts ändern. Der 39-Jährige übernahm nach dem überraschenden Rücktritt von Uros Velepec nach der WM die Verantwortung. Er soll das Team mit Blick auf Olympia in die Erfolgsspur zurückführen. Zunächst gab es in Tschechien im Rennen über 10 km aber einen herben Rückschlag. Die sechs DSV-Starter leisteten sich insgesamt 15 Schießfehler und waren deshalb erneut chancenlos. Auch für den Verfolger am Samstag (14.55 Uhr/ARD und Eurosport) über 12,5 km sind die Aussichten bescheiden.
Der Franzose Jacquelin gewann seinen fünften Weltcup nach fehlerfreier Schießleistung mit 17,2 Sekunden Vorsprung vor dem Italiener Tommaso Giacomel (1/+19,8 Sekunden). Dritter wurde Rekord-Weltmeister Johannes Thingnes Bö (+20,9). Der Dominator verpasste mit zwei Schießfehlern seinen 80. Weltcup-Einzelsieg, konnte aber im Kampf um das Gelbe Trikot Boden auf den noch führenden Sturla Holm Lägreid (14.) gutmachen.
Strelow hatte mit einem Schießfehler 1:12,2 Minuten Rückstand auf Jacquelin. Philipp Nawrath (2/+1:20,9), Philipp Horn (3/+1:27,6), David Zobel (1/1:28,8), Danilo Riethmüller (4/+2:04,3) und Johannes Kühn (4/+2:25,4) lagen noch weiter zurück.
Am Freitag (18.25 Uhr) geht es mit dem Sprint der Frauen über 7,5 km weiter. Franziska Preuß will ihre Führung im Gesamtweltcup verteidigen. Sieben Rennen vor Saisonschluss hat die 30-Jährige, die bei der WM mit vier Medaillen geglänzt hatte, 92 Punkte Vorsprung vor Lou Jeanmonnot aus Frankreich. "Der Gesamtweltcup ist mir sehr wichtig. Das wäre einer meiner größten Träume", sagte Preuß.
Y.Baker--AT