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Nach DFB-Urteil: Union verpasst Befreiungsschlag gegen Kiel
Fußball-Bundesligist Union Berlin hat nach der juristischen Niederlage vor dem DFB-Bundesgericht den nächsten sportlichen Rückschlag kassiert. Die Köpenicker verloren am Sonntag ihr Heimspiel gegen den effizienten Aufsteiger Holstein Kiel mit 0:1 (0:1) und verpassten die Chance, das Polster auf die Abstiegszone zu vergrößern.
Union liegt nach der dritten Niederlage nacheinander sechs Punkte vor dem Relegationsrang und dem VfL Bochum, dem Gegner im "Skandalspiel von Köpenick" und der Auseinandersetzung vor Gericht. Kiel jubelte über den ersten Erfolg nach zuvor sechs sieglosen Spielen und kletterte auf den 17. Tabellenplatz. Armin Gigovic (43.) traf zum ersten Bundesliga-Auswärtssieg der Geschichte für Holstein.
Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte am Freitag das ursprüngliche Urteil des Sportgerichts vom 9. Januar gegen Union Berlin bestätigt. Das Duell vom 14. Dezember wird mit 2:0 für Bochum gewertet. Bochums Torhüter Patrick Drewes war in der Schlussphase des Ligaspiels von einem Feuerzeug getroffen worden. Die Berliner kündigten an, vor das Ständige Schiedsgericht zu ziehen. Zudem prüfe der Klub "zivilrechtliche Schritte".
Den sportlichen Tiefschlag der 0:6-Pleite bei Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende schien Union zunächst gut verkraftet zu haben. In einer lebhaften Anfangsphase war Union die spielbestimmende Mannschaft, die Holstein in die Defensive zwang. Die zahlreichen Flanken in den Strafraum fanden aber zu selten einen Abnehmer. Timon Weiner im Kieler Tor war erstmals gefordert, als Max Geschwill den Ball nach einer Ecke unabsichtlich auf das eigene Tor lenkte (12.).
Der Berliner Schwung der ersten Viertelstunde ging in der Folge verloren. Kiel gelang es, das Geschehen aus der eigenen Gefahrenzone zu verlagern, fand im Angriff gegen sicher stehende Berliner aber selten ein Mittel. In einer zunehmend ausgeglichenen Duell ohne Höhepunkte neutralisierten sich beide Teams. Kurz vor der Pause schloss Gigovic einen der seltenen Kieler Vorstöße in den Berliner Strafraum erfolgreich ab.
Union startete mit neuem Schwung in die zweite Halbzeit und drängte auf den Ausgleich. Weiner wurde nach einem Querschläger von Nicolai Remberg erneut von einem Mitspieler gefordert (46.), erwies sich aber wie zuvor als sicherer Rückhalt. Die Köpenicker trugen den Ball auch im Anschluss häufig in die Nähe des Kieler Tors. Wirkliche Gefahr entstand dabei aber selten. Glück hatte Union, als Shuto Machino aus der Distanz den Pfosten traf (73.). Die Gastgeber rannten in einer hitzigen Schlussphase mit vielen Unterbrechungen weiter an.
H.Gonzales--AT