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Bayer-Rückkehr nach Berlin? "Wollen wieder etwas hochheben"
Als der Pokal-K.o. abgewendet war, atmeten die Profis von Bayer Leverkusen einmal tief durch. Erleichtert ließen sich die Double-Gewinner nach dem Halbfinal-Einzug von ihren Fans als "Derbysieger" feiern. "Es war ein hartes Stück Arbeit, aber es fühlt sich schöner an, als wenn man 3:0 gewinnt", sagte Nationalspieler Jonathan Tah in der ARD. Es gebe Tage, "an denen nicht alles funktioniert", aber man habe "auf dem Weg zu etwas Großem immer so ein Spiel dabei".
Mit großen Comeback-Qualitäten hatten sich die Leverkusener jedenfalls nach einem 0:2-Rückstand gegen den 1. FC Köln zurückgekämpft und nach Verlängerung mit 3:2 (0:1, 2:2) gewonnen. Nur mit viel Mühe hielt Bayer den Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung am Leben. "Wie man so schön sagt: Der Pokal hat irgendwie seine eigenen Regeln", meinte Tah, der trotz der Schwächen gegen den Zweitliga-Tabellenführer von der anderen Rheinseite den "Glauben und Willen" der Werkself hevorhob.
Aus Sicht von Xabi Alonso hatte Leverkusen "ein bisschen hektisch, verrückt und zu emotional" agiert. "Wir hatte keine gute Kontrolle in der zweiten Halbzeit der Verlängerung", sagte der Bayer-Trainer: Es sei "vielleicht nicht unser bestes Spiel" gewesen, aber sein Team habe mit "großem Herz und großem Glauben" gespielt - und ist unter den verbliebenen Mannschaften nun der große Favorit auf den Einzug ins Finale im Berliner Olympiastadion am 24. Mai.
"Wir wollen Titel gewinnen, wir wollen wieder etwas hochheben", betonte Tah: "Das ist im Kopf von jedem."
A.Moore--AT