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Abfahrt in Garmisch: Brignone siegt, Vonn raus
Federica Brignone einen Wimpernschlag vor Sofia Goggia, "Kandahar"-Queen Lindsey Vonn nicht im Ziel: Italiens Speed-Stars haben die Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen dominiert und kurz vor der WM ihre Ausnahmeform unterstrichen. Während die amerikanische GAP-Rekordsiegerin ausschied, durfte Deutschlands Topfahrerin Kira Weidle-Winkelmann Platz neun als "guten Schritt" mitnehmen.
Die letzte Abfahrt vor den Titelkämpfen in Saalbach-Hinterglemm (4. bis 16. Februar) wurde allerdings wieder von einem schweren Sturz überschattet. Diesmal erwischte es Österreichs Vizeweltmeisterin Nina Ortlieb, die unter Schmerzensschreien liegen blieb und mit dem Helikopter weggebracht wurde, das Rennen war eine halbe Stunde lang unterbrochen. Am Vortag war die Tschechin Tereza Nova nach einem Trainingssturz mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus geflogen worden.
Eine Woche nach dem ersten Abfahrtssieg ihrer Karriere in Cortina d'Ampezzo triumphierte die 34 Jahre alte Brignone mit einer Hundertstel Vorsprung auf ihre Landsfrau Goggia. "Damit hätte ich nicht gerechnet", sagte die Kombinations-Weltmeisterin im ZDF, "aber ich habe viel trainiert, bin im Kopf stark. Das ist der Schlüssel." Dritte wurde Olympiasiegerin Corinne Suter aus der Schweiz (0,19).
In einem ganz engen Rennen lag Weidle-Winkelmann lediglich eine halbe Sekunde hinter Siegerin Brignone zurück. "Das war auf jeden Fall ein guter Schritt für mich. Das Skifahren hat sich wieder nach Skifahren angefühlt", sagte die WM-Zweite von 2021: "Perfekt war es nicht, das macht aber Hoffnung." Fabiana Dorigo (München) wurde 31., Anna Schillinger (Regensburg) fuhr auf Platz 40.
Vonns zunächst famoses Comeback (Platz vier und sechs in St. Anton) verläuft derzeit etwas holpriger. Schon nur 20. in Cortina, lag die 40-Jährige auf den Kandahar in den Zwischenzeiten deutlich zurück und fuhr dann an einem Tor vorbei. Zu ihren fünf Abfahrtssiegen in Garmisch kommt zunächst kein weitere hinzu.
Große Sorge herrschte am Samstag noch um die Tschechin Nova. Die 26-Jährige stand nach ihrem Sturz - einem von mehreren im Training - im Krankenhaus von Murnau unter "intensivmedizinischer Betreuung", wie die Organisatoren mitteilten. Weil auch der in ihrer Karriere vom Verletzungspech so sehr verfolgten Ortlieb eine lange Pause droht, setzt sich die Diskussion über die Sicherheit im alpinen Rennsport fort.
Th.Gonzalez--AT