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Weidel erklärt AfD zur "neuen Volkspartei" und formuliert Führungsanspruch
Angesichts der guten Umfragewerte hat die AfD-Vorsitzende Alice Weidel einen Führungsanspruch für ihre Partei formuliert. "Wir sind die neue Volkspartei in Deutschland", sagte Weidel am Samstag in ihrer Rede beim AfD-Parteitag in Erfurt. "Die AfD ist bereit, Verantwortung zu übernehmen, weil wir es, weil die Deutschen, weil Deutschland es verdient hat, gut regiert zu werden." Die AfD sei inzwischen der "politische Taktangeber im Bund". In vielen Bundesländern sei sie "stärkste Kraft oder zweitstärkste Kraft."
Die AfD werde sich von der Ausgrenzung durch die anderen Parteien nicht irritieren lassen. "Wir werden unseren Weg gehen", sagte Weidel. "Wir lassen die anderen machen, und sie werden ihr blaues Wunder erleben." Die Parteichefin betonte, dass die Zahl der AfD-Mitglieder binnen drei Jahren von 30.000 auf 75.000 gestiegen sei. "Und ich bin überzeugt, dass wir bald und sehr schnell die 100.000 knacken werden", sagte sie. "Das ist unser Ziel, wir wollen groß und stark werden."
Weidel warf den anderen Parteien vor, "mit Hass und Hetze" gegen die AfD vorzugehen. Ihre Botschaft sei: "Ihr werdet uns nicht kleinkriegen, ganz im Gegenteil. Wir werden immer stärker und größer." Scharf kritisierte Weidel die Regierungsparteien: "Die CDU macht Politik gegen die Deutschen, gegen Deutschland, gegen die Interessen in unserem Land", sagte sie. Die SPD bezeichnete sie als "einst so stolze Arbeiterpartei", die nun "sang- und klanglos aus der deutschen Parteiengeschichte verschwindet". Die SPD sei eine "Partei, die die Arbeiter und Arbeitnehmer verrät".
Th.Gonzalez--AT