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Neuendorf: "Fußball nicht wie eine Nebensache behandeln"
Präsident Bernd Neuendorf hat anlässlich der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Jubiläum des Deutschen Fußball-Bundes mehr Unterstützung von der Politik gefordert. "Auch wenn der Fußball gerne als die schönste Nebensache der Welt bezeichnet wird, sollten wir ihn nicht wie eine Nebensache behandeln, dafür ist er für unsere Gesellschaft zu wichtig", sagte Neuendorf in seiner Rede beim Festakt in Leipzig. Im Publikum saß unter anderem Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).
"Wir dürfen Ehrenamt nicht gefährden durch Bürokratie und Formalismus, wir brauchen aber dringend ein Sanierungsprogramm für marode Sportanlagen und Vereinsheime und wir brauchen mehr Schulsport und Bewegung für unsere Kinder und Jugendlichen", sagte Neuendorf und fügte hinzu: "Die bevorstehende Bundestagswahl bietet Ihnen die Gelegenheit, diese Punkte aufzugreifen. Sie würden den Vereinen, Sie würden der Gesellschaft und unserem Gemeinwesen einen großen Dienst erweisen."
Neuendorf (63) stellte den Wert des Fußballs und der Menschen an der Basis für "Gemeinschaft und Gemeinsinn" heraus. Der Fußball gehöre "allen, die ihn lieben und nicht einigen wenigen, die meinen, ihn kaufen zu können. Der Fußball ist ein öffentliches Gut", sagte er und ergänzte mit Blick auf die Nationalmannschaft: "Der Fußball hat die Kraft, Begeisterung und Lebensfreude auszulösen, in einem Land, das sich bisweilen in Schwarzmalerei und Pessimismus verliert."
Der größte Einzelsportverband der Welt war am 28. Januar 1900 in der Leipziger Gaststätte "Zum Mariengarten" gegründet worden. In seiner wechselhaften Geschichte erlebte der Verband viele Höhen und Tiefen. Die Frauen- und Männer-Nationalmannschaften des DFB gewannen sechs Weltmeister- und elf Europameistertitel. Während der NS-Zeit erlebte der DFB sein dunkelstes Kapitel. Neuendorf ist seit fast drei Jahren Präsident des Verbandes.
F.Ramirez--AT