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"Vorbei mit Dorf genießen": Handballer heiß auf Lille
Mit etwas Paris-Wehmut, vor allem aber mit großer Lille-Vorfreude verlassen Deutschlands Handballer das Olympische Dorf. Irgendwann, sagte Kapitän Johannes Golla, bevor er am Montag mit der Mannschaft im Bus in den Finalrundenspielort in Nordfrankreich reiste, sei es "vorbei mit Dorf genießen und Spaß haben. Dann ist der Handball natürlich der absolute Fokus. Und was man so hört, haben wir da optimale Bedingungen, um uns da vorzubereiten, um vollen Fokus auf das Spiel zu haben."
Der wird auch nötig sein, geht es im Viertelfinale am Mittwoch (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport) doch gegen Tokio-Olympiasieger und Europameister Frankreich. Im umgebauten Fußballstadion Stade Pierre-Mauroy will Deutschland vor 27.000 Zuschauern in die Runde der letzten Vier einziehen. "Wir wollen einfach den besten Handball spielen, den wir können. Und wenn wir das schaffen, dann haben wir auch gegen jede Mannschaft eine Chance", sagte Golla. Der Kreisläufer erwartet eine "extrem gute Atmosphäre. Von daher freue ich mich auf Lille."
Nach dem Viertelfinal-Aus in Tokio 2021 scheint für die DHB-Auswahl nun eine Wiederholung des Bronze-Coups von vor acht Jahren in Rio möglich. Golla und Co. qualifizierten sich als Gruppensieger für die K.o.-Runde, Frankreich landete in der Parallelgruppe nach einer holprigen Vorrunde auf dem vierten Platz.
"Wir haben uns in der Gruppenphase Selbstvertrauen geholt, die Franzosen sicherlich nicht", sagte Golla, warnte aber von der "Riesenqualität" des Gegners und den "individuellen Stärken" der französischen Spieler. Frankreichs Kader sei "durchweg Weltklasse" besetzt: "Sie haben auf jeder Position mit das Beste zu bieten, was es im Handball gibt. Aber wenn wir als Mannschaft auftreten und die richtigen Emotionen auf die Platte bringen, dann können wir auch diesen Gegner vor Probleme stellen."
K.Hill--AT