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Krause und Meyer im Hindernis-Finale - Gürth fehlt ein Hauch
Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause hat 15 Monate nach der Geburt ihrer Tochter den Einzug ins Olympia-Finale geschafft. Die Vize-Europameisterin wendete auf der Zielgeraden mit Mühe einen Sturz ab und schaffte es schließlich dank eines starken Schlussspurts in 9:10,68 Minuten zum bereits vierten Mal in Folge ins Rennen um die olympischen Medaillen über 3000 m.
"So einen schnellen Vorlauf habe ich noch nie in meiner sportlichen Karriere bewältigt", sagte Krause, die am letzten Hindernis hängen geblieben war. Die 32-Jährige kühlte ihr blutendes rechtes Knie mit einem Eisbeutel. "Aber mir geht es gut und ich denke, das kann ich in zwei Tagen so in den Griff kriegen, dass alles wieder okay ist", sagte Krause mit Blick auf die Entscheidung am Dienstag (21.10 Uhr/ARD und Eurosport).
2012 in London war sie Siebte, 2016 in Rio Sechste und 2021 in Tokio Fünfte geworden. Im Finale, für das sich auch die ehemalige Vize-Europameisterin Lea Meyer (Leverkusen) in einer persönlichen Bestleistung von 9:14,85 Minuten qualifizierte, hofft sie erneut auf den Sprung unter die Top acht.
Die dritte deutsche Starterin, Krauses Trainingspartnerin Olivia Gürth (Trier), erlebte ein Drama: Der deutschen Meisterin fehlte als Sechste ihres Vorlaufs trotz einer persönlichen Bestzeit (9:16,47 Minuten) lediglich eine Hundertstel hinter Norah Jeruto zum Weiterkommen. Um die ehemalige Weltmeisterin Jeruto hatte es zuletzt Wirbel gegeben: Eine vorläufige Doping-Suspendierung der Kasachin war im vergangenen Jahr aufgehoben worden, da ein Vergehen "nicht bewiesen" werden konnte.
N.Mitchell--AT