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Angeschlagener Rune triumphiert erneut in München
Der Däne Holger Rune hat trotz Schmerzen in der Schulter und im Knöchel seinen Vorjahressieg beim Sandplatzturnier in München wiederholt. Der 19-Jährige kämpfte sich in der Neuauflage des Endspiels von 2022 gegen den Niederländer Botic van de Zandschulp sichtlich gehandicapt zum 6:4, 1:6, 7:6 (7:3). Dabei wehrte Rune vier Matchbälle ab und triumphierte nach 2:52 Stunden.
Van de Zandschulp (27) gab den sicher geglaubten ersten Turniersieg seiner Karriere dagegen aus der Hand, mit 5:2 hatte er im dritten Satz bereits geführt. Im vergangenen Jahr hatte der Tennisprofi im Finale nach wenigen Spielen aufgeben müssen. Nun erlebte er das nächste Drama in München.
Rune bleibt dagegen beim Turnier des MTTC Iphitos ungeschlagen. Nach der Finalniederlage beim Masters in Monte Carlo in der vergangenen Woche holte er seinen insgesamt vierten Titel auf der Tour. Neben dem Preisgeld von 85.605 Euro erhält er seinen zweiten Sportwagen des Turniersponsors, fahren darf er beide allerdings noch nicht. Einen Führerschein besitzt das Ausnahmetalent nicht.
Das soll sich aber in absehbarer Zeit ändern. Klubchef Fabian Tross berichtete, dass sich Rune für einen Schnellkurs in Dänemark angemeldet habe. "Ich bin ausgelaugt, erschöpft, aber ich habe mich durchgekämpft", sagte Rune nach dem Comeback-Sieg und stellte glücklich und treffend fest: "Es war ein großer Kampf"
Alle sieben deutschen Spieler waren bereits vor dem Viertelfinale ausgeschieden, darunter auch der zweimalige Turniersieger Alexander Zverev. Der Olympiasieger hatte an seinem 26. Geburtstag in seinem Auftaktmatch überraschend gegen den Australier Christopher O'Connell verloren und die Niederlage anschließend mit dem selbst auferlegten Druck begründet.
Dennoch will Zverev im kommenden Jahr wiederkommen. "Ich liebe München, ich liebe dieses Turnier", schrieb der Hamburger bei Instagram und ergänzte: "Die letzten Jahre hier waren nicht einfach für mich, aber ich verspreche, dass ich nächstes Jahr zurückkommen und alles versuchen werde, um gemeinsam mit den Zuschauern wieder erfolgreich zu spielen."
N.Mitchell--AT