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Mit Rekordmann Mbappé: Frankreich holt Arbeitssieg zum Start
Ein Geniestreich der Superstars als Initialzündung: Das französische Milliarden-Ensemble um den Rekordmann Kylian Mbappé ist mit einem Arbeitssieg in seine Titelmission gestartet - muss sich für den Traum vom dritten Stern aber steigern. Das Team von Trainer Didier Deschamps bezwang Senegal mit 3:1 (0:0) und revanchierte sich damit für die Auftaktpleite bei der WM 2002.
Eine geniale Aktion von Michael Olise und Mbappé stellte in East Rutherford die Weichen, der Kapitän vollendete einen Traumpass des Münchners eiskalt (66.). Dazu erhöhte Bradley Barcola (82.) nach einem schnellen Angriff. Der Anschlusstreffer durch Ibrahim Mbaye (90.+5) änderte nichts, weil Mbappé (90.+6) mit einem Traumtor erneut zuschlug. Mit seinen Länderspieltreffern 57 und 58 überholte der Superstar dazu Olivier Giroud und stieg zu Frankreichs Rekordtorschützen auf.
Phasenweise hatte die Turbooffensive noch etwas Sand im Getriebe vor den Toren New Yorks, wo am 19. Juli die Reise mit dem WM-Pokal enden soll. Die Westafrikaner um den ehemaligen Bayern-Star Sadio Mané hielten in der ersten Halbzeit stark mit. Damit hat die Équipe Tricolore vor dem zweiten Gruppenspiel gegen den Irak am Montag beste Karten für den Einzug ins Sechzehntelfinale.
Frankreich ging mit dem teuersten Kader der WM-Historie in das Turnier, die 26 Spieler haben zusammen einen Marktwert von fast 1,5 Milliarden Euro. Und sie sollten die bösen Geister von 2002 zum Auftakt unbedingt vertreiben: Vor 8782 Tagen hatte Frankreich als Weltmeister in Seoul das Eröffnungsspiel gegen die frühere Kolonie sensationell mit 0:1 verloren.
Die Senegalesen sehen die Generation von damals als "Vorbilder", betonte Mané. Mit der Inspiration von 2002 legte der Außenseiter mutig los. Erst mit Anlaufzeit übernahmen Les Bleues vor 80.545 Zuschauern die Kontrolle, der Hochgeschwindigkeitsoffensive fiel aber nicht viel ein.
Trotz vieler Positionswechsel wirkte das Spiel zu behäbig, die dichten Defensivreihen der "Löwen von Teranga" standen stabil - ab und an ging es sogar per Konter gefährlich nach vorne. Bei einem solchen setzte sich der Münchner Nicolas Jackson gegen Vereinskollege Dayot Upamecano durch und traf per Flachschuss den Pfosten (25.).
Auch das lautstarke "Allez Les Bleues" von den Rängen entfachte das französische WM-Feuer nicht, vor der Pause gab es keinen Schuss aufs Tor. Stattdessen hatte auf der Gegenseite Ismaila Sarr die Führung auf dem Fuß (45.+6).
Nach dem Seitenwechsel drückte der Topfavorit endlich aufs Tempo, Olise (53.) und Mbappé (57.) scheiterten jeweils an einer starken Fußabwehr von Edouard Mendy. Einen möglichen Foulelfmeter für Mbappé gab Referee Alireza Faghani auch nach Ansicht der Videobilder nicht (60.). Nur wenig später war er dann nach einem Steckpass von Olise erfolgreich - und ebnete den Weg zum Sieg.
W.Morales--AT