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Mischa Zverev zum Zoff mit Medwedew: "Kein Vulkan"
Für Mischa Zverev ist der Tennis-Zoff zwischen seinem Bruder Alexander und dem Russen Daniil Medwedew kaum der Rede wert. "Früher bei John McEnroe und Jimmy Connors hätte man darauf überhaupt nicht reagiert", sagte der 35-Jährige bei Eurosport: "In der heutigen Zeit, in der alle aalglatt sein müssen und niemand das sagt, was er denkt, ist das anders. Aber für mich war das kein Vulkan oder so."
Alexander Zverev (26) hatte sich nach seiner Niederlage in Monte Carlo öffentlich über Medwedew beschwert. "Er ist einer der unfairsten Spieler, die wir auf der Welt haben. Er versucht alles zu tun, wenn er hinten liegt. Darüber bin ich extrem enttäuscht", sagte Zverev: "Ich nehme Fairness und Sportsmanship sehr ernst. Davon hat er leider nix."
Medwedew hatte versucht, Zverev aus dem Konzept zu bringen: Er zog den Stabilisator an der Seite des Netzes raus und legte im dritten Satz eine Toilettenpause ein. "Das ist keine Aggression, sondern eher ein Ablenkungsmanöver – natürlich mit dem Gedanken, den Gegner zu stören oder das Publikum zu amüsieren, und so eine Atmosphäre zu schaffen, um das Momentum zu drehen", analysierte Mischa Zverev.
Sein Bruder dürfe sich davon aber nicht ablenken lassen, das "sagt Sascha auch", meinte Zverev. Für ihn sei solch ein Verhalten aber auch "Kinderkram. Die Zuschauer mögen das interessant finden und sagen, es kommt Entertainment oder Action ins Match. Aber als Profi möchte ich mir das Spiel anschauen", sagte er: "Sascha ist da sehr ähnlich. Er will Tennis spielen und mit Tennis gewinnen."
Mischa Zverev begleitet seinen Bruder als Manager auf der Tennistour, ist dazu TV-Experte und derzeit Turnierbotschafter in München. Zudem leitet er bei den BMW Open die Rollstuhlkonkurrenz als Turnierdirektor. Auch als Spieler ist der frühere Weltranglisten-25. noch ab und an aktiv. Zuletzt spielte er sich bei einem ITF-Event in der Türkei ins Viertelfinale, im Ranking wird er auf Platz 1227 geführt.
E.Rodriguez--AT