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"Report Mainz": Viele Kommunen haben kein Notfallpläne bei Stromausfällen
Viele Städte und Landkreise haben sich bislang nicht ausreichend auf einen länger anhaltenden Stromausfall, einem so genannten Blackout, vorbereitet: Dies ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des ARD-Politikmagazins "Report Mainz". Demnach besäße nur etwa jede zweite Kommune einen Einsatzplan für Stromausfälle.
Für die Umfrage wurden den Angaben nach mehr als 400 Landkreise und Städte befragt. 200 Kommunen hätten auf die Anfrage des ARD-Magazin geantwortet. Die Frage, ob es in der Verwaltung einen Einsatzplan gebe, auf den im Falle eines Stromausfalls alle Beteiligten sofort zugreifen könnten, bejahten demnach nur 101 Kommunen.
Ohne Strom kann auch die Versorgung mit Trinkwasser zusammenbrechen. Der Umfrage zufolge fehlte es bei 78 Kommunen an Notfallbrunnen, mit denen die Bevölkerung auch bei einem längeren Stromausfall mit Trinkwasser versorgt werden könnte.
Zudem fehle es vielen Kommunen an so genannten Katastrophen-Leuchttürmen. Dabei handelt es sich um Anlaufstellen für Bürger. 67 Kommunen antworteten der Umfrage zufolge, dass sie keine solchen Anlaufstellen eingerichtet hätten.
Der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, kritisierte mangelnde Strukturen in der Vorbereitungsarbeit: "Eigentlich müssten die Länder sich auf einen Masterplan für zivilen Katastrophenschutz verständigen", sagte Landsberg in dem ARD-Magazin. Dieser müsse gemeinsam mit den Kommunen umgesetzt werden. Auch Hilfe des Bundes sei nötig.
Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der auch Vorsitzender der Innenministerkonferenz ist, forderte, dass das Risiko von größeren Stromausfällen sehr ernst genommen werden sollte. Viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern stünden Ratschlägen aus Berlin oder auch München jedoch ablehnend gegenüber, sagte Herrmann.
N.Mitchell--AT