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Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Nachfolge von deutschem Euro-Rettungsschirm-Chef Regling offen
Nach zehn Jahren an der Spitze des Euro-Rettungsfonds geht der Deutsche Klaus Regling am Freitag in Rente. Den Finanzministern der Euro-Länder gelang es allerdings am Donnerstag erneut nicht, sich auf einen Nachfolger für den 72-Jährigen zu einigen, wie es in einer Erklärung hieß. Übergangsweise soll nun Reglings Stellvertreter Christophe Frankel die Stellung beim Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) in Luxemburg halten, bis die Personalfrage geklärt ist.
"Wir haben das Auswahlverfahren für einen neuen geschäftsführenden Direktor mit vier hervorragenden Kandidaten begonnen, aber keiner von ihnen konnte die sehr hohe Schwelle von 80 Prozent der abgegebenen Stimmen erreichen", erklärte der irische Finanzminister und Eurogruppen-Chef Paschal Donohoe nach der Videokonferenz.
Weder Deutschland konnte sich mit seinem Wunschkandidaten durchsetzen noch Portugal. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hatte den früheren luxemburgischen Minister Pierre Gramegna unterstützt. Nun muss ein völlig neuer Kandidat gefunden werden.
In der Finanzkrise hatte der ESM nach seiner Gründung 2012 eine zentrale Rolle gespielt. "Ohne ihn wären Griechenland und andere Länder gezwungen gewesen, die Eurozone zu verlassen", hatte Regling am Dienstag bei seinem letzten Auftritt als ESM-Chef in Luxemburg gesagt. Im Gegenzug für Milliardenkredite verlangte der ESM schmerzhafte Reformen, was vor allem in Athen auf scharfe Kritik stieß.
T.Sanchez--AT