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Lemke fordert Umbau der Wälder hin zu mehr Naturnähe
Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hat einen Umbau der Wälder in Deutschland hin zur mehr Naturnähe gefordert. "Wälder müssen umgebaut und entwickelt werden zu naturnahen Waldökosystemen, die klimastabiler sind", sagte Lemke am Dienstag beim sogenannten Waldklimagipfel in Berlin. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass auch noch mehr oder weniger gesunde Waldflächen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten extrem geschädigt seien.
"Das kann niemand wollen", sagte die Grünen-Politikerin. Ein Weitermachen wie bisher könne deshalb nicht die Lösung sein. Wo Wald eigentlich eine Plantage sei, gebe es viel mehr Probleme als dort, wo Wald naturnah sein. Lemke forderte deshalb "einen Paradigmenwechsel für den Wald".
Das Ziel müsse es sein, klimaresiliente, naturnahe Laubmischwälder mit standortheimischen Baumarten langfristig zu etablieren. Nach Einschätzung vieler Experten seien Laubmischwälder grundsätzlich weniger anfällig gegen klimakrisenbedingte Wetterextreme, ergänzte die Ministerin.
Sie sei zudem überzeugt, dass Deutschland seine Waldfläche vergrößern müsse, sagte Lemke. Internationale Zielsetzungen wie ein Plan der Vereinten Nationen für Wälder sehen vor, dass die globale Waldfläche um drei Prozent zunimmt. Hier müsse die Bundesrepublik "mit gutem Beispiel" vorangehen.
Der vom Magazin "Geo" und der sogenannten Waldakademie des Bestsellerautors und Försters Peter Wohlleben organisierte Waldklimagipfel findet am Dienstag und Mittwoch in Berlin statt. Bei der Veranstaltung diskutieren unter anderem Vertreter von Umwelt- und Forstverbänden sowie Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen über die Zukunft des Walds.
A.Anderson--AT