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Junta-Chef Damiba flieht nach Putsch in Burkina Faso nach Togo
Nach dem Putsch im westafrikanischen Burkina Faso ist der abgesetzte Chef der Militärjunta, Paul-Henri Sandaogo Damiba, ins Nachbarland Togo geflohen. Die togoische Regierung bestätigte am Montag entsprechende Angaben aus Diplomatenkreisen. Drei Tage nach dem Putsch in Burkina Faso, der auch zu gewaltsamen Protesten gegen französische Einrichtungen geführt hatte, blieb es auf den Straßen der Hauptstadt Ouagadougou weitgehend ruhig.
Ein togoischer Regierungssprecher sagte, sein Land wolle sich für Frieden in der Region einsetzen. Der "Empfang" von Damiba sei ein Teil davon. Am vergangenen Freitag hatte eine Gruppe von Militärs unter der Führung des Hauptmanns Ibrahim Traoré die Absetzung Damibas verkündet, der selbst durch einen Putsch Anfang des Jahres an die Macht gekommen war.
Als Begründung für den Putsch nannten die Rebellen "die kontinuierliche Verschlechterung der Sicherheitslage" im Land. Der Gestürzte hatte zunächst noch erklärt, dass er sich nicht zurückziehen wolle. Am Sonntag willigte Damiba nach einer Vermittlung durch Religionsvertreter des Landes in seinen Rückzug ein.
Die Putschisten hatten Damiba vorgeworfen, "eine Gegenoffensive" von einer französischen Militärbasis aus zu planen. Daraufhin hatte es gewalttätige Proteste vor der französischen Botschaft und auch dem Institut français in Ougadougou gegeben.
Der neue Machthaber Traoré erklärte, er habe die Unterstützung der Armeechefs erhalten, um den Kampf gegen die Dschihadisten "neu zu beleben". Er kündigte an, die von Damiba gegenüber der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas eingegangenen Verpflichtungen zur Abhaltung von Wahlen und einer Rückkehr von Zivilisten an die Macht bis spätestens Mitte 2024 einzuhalten.
In einer Erklärung begrüßte die Ecowas, dass die verschiedenen Akteure in Burkina Faso "eine friedliche Beilegung ihrer Differenzen" akzeptiert hätten.
G.P.Martin--AT