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Landeschef der nordrhein-westfälischen FDP zieht sich Anfang 2023 zurück
Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Joachim Stamp gibt sein Amt in einigen Monaten ab. Er werde auf einem für Anfang kommenden Jahres geplanten Landesparteitag nicht wieder als Vorsitzender kandidieren, teilte Stamp am Donnerstag über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Er wolle sich "neuen Aufgaben" widmen. Stamp führt den Landesverband seit 2017.
Die nordrhein-westfälische FDP befindet sich seit einer schweren Niederlage bei der Landtagswahl vor rund dreieinhalb Monaten in einer Neuaufstellung. Die bis dahin in einer Koalition mit der CDU regierenden Liberalen stürzten auf 5,9 Prozent ab und landeten in der Opposition. Die CDU unter Ministerpräsident Hendrik Wüst ging nach dem Urnengang im Mai eine Koalition mit den Grünen ein.
Planungen für einen Landesparteitag Anfang 2023 waren bereits bekannt. Stamp, der bei der Wahl als Spitzenkandidat für seine Partei angetreten war, äußerte sich bislang allerdings noch nicht zu seinen persönlichen Zukunftsplanungen.
Einem Bericht des Westdeutschen Rundfunks (WDR) vom Donnerstag zufolge will der 52-Jährige auch sein Landtagsmandat aufgeben. Stamp sitzt seit zehn Jahren als Abgeordneter im Düsseldorfer Landesparlament. Die Führung des Landesverbands übernahm er 2017 als Nachfolger von FDP-Bundeschef Christian Lindner, der ganz in die Bundespolitik wechselte. Bis zur Wahl war Stamp Vize-Ministerpräsident.
K.Hill--AT